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Sachsen

Mehr Flüchtlinge kommen nach Sachsen

Erstmals seit Jahren kommen einer Statistik der Landesdirektion zufolge wieder mehr Schutzsuchende neu im Freistaat an.

Blick auf die  Erstaufnahmeeinrichtung an der Hamburger Straße in Dresden.
Blick auf die Erstaufnahmeeinrichtung an der Hamburger Straße in Dresden. © Symbolfoto: Sven Ellger

Dresden. Die Zahl neuankommender Flüchtlinge ist erstmals seit Jahren in Sachsen wieder gestiegen. Nach Angaben der Landesdirektion kamen bis Ende Mai 2.385 Menschen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es - vor allem als Folge der Corona- Pandemie mit geschlossenen Grenzen - deutlich weniger. Damals wurden bis 31. Mai 1.467 Flüchtlinge registriert. In den ersten fünf Monaten 2019 landeten 2715 von ihnen im Freistaat.

Unterschiede gibt es auch in der Reihenfolge der Herkunftsländer, aus denen Menschen Asyl begehrten. Von Januar bis Ende Mai dominierten dabei Syrer (763), gefolgt von Afghanen (216) und Georgiern (164). Im gleichen Vorjahreszeitraum stammten die meisten noch aus Venezuela (317). Menschen aus dem südamerikanischen Krisenland tauchen in der aktuellen Statistik gar nicht mehr unter den ersten zehn Plätzen auf. Auch im gesamten Jahr 2019 lagen sie noch vorn (758).

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Den Höchststand an Flüchtlingen hatte es 2015 mit rund 69.900 gegeben. In den beiden Folgejahren sank die Zahl auf 14.860 beziehungsweise 9.183. 2018 waren es 8.828, in den Jahren danach 6.645 und 4.463. Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte, lebten Ende Mai 21.630 Asylbewerber im Freistaat. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt 21.708. Weitere 11.424 Menschen haben eine Duldung, 14.711 sind zur Ausreise verpflichtet. (dpa)

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