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So sauber sind Sachsens Badeseen

Der Sommer kann kommen: Die EU hat 29 Gewässer im Freistaat untersucht – und spült Bedenken zur Wasserqualität beiseite.

Blick über den Bärwalder See mit dem Hafen von Klitten und dem Kraftwerk Boxberg: Wie viele andere Seen in Sachsen auch weist das Gewässer eine gute Wasserqualität auf.
Blick über den Bärwalder See mit dem Hafen von Klitten und dem Kraftwerk Boxberg: Wie viele andere Seen in Sachsen auch weist das Gewässer eine gute Wasserqualität auf. © Wolfgang Wittchen

Alle untersuchten Badegewässer in Sachsen haben in einem Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA beste Noten für ihre Wasserqualität erhalten. In ganz Deutschland attestierte die Agentur in dem am Dienstag vorgelegten Report Mängel bei gerade mal elf von 2.304 Badestellen, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren – darunter unter anderem die Spreelagune Lübben in Brandenburg. Aber keine von ihnen liegt in Sachsen.

Bis auf drei nicht klassifizierte Gewässer, die derzeit komplett oder teilweise gesperrt sind – das Speicherbecken Borna südlich von Leipzig sowie der Knappensee und der Silbersee südlich von Hoyerswerda – wiesen alle im Jahr 2020 in Sachsen analysierten Badestellen eine ausgezeichnete Wasserqualität auf.

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Insgesamt 29 Gewässer hat die EEA im Freistaat überprüft. Hervorragende Wasserbedingungen bieten demnach beispielsweise der Markkleeberger See bei Leipzig, der Kies- und Badesee Birkwitz bei Pirna und die Talsperre Pöhl unweit von Plauen. Auch sämtliche im Lausitzer Seenland überprüften Gewässer wiesen laut dem Bericht der EEA eine hervorragende Wasserqualität auf.

Insgesamt identifizierte die Umweltagentur bei 89,9 Prozent aller deutschen Seen, Flüsse und Küstengewässer eine ausgezeichnete Wasserqualität. Mehr als 96 Prozent erfüllten die in der EU gültigen Mindeststandards.

Diese Werte sind etwas niedriger als im Vorjahresbericht. Das liegt unter anderem daran, dass mehr Stellen als üblich wegen pandemiebedingter Beschränkungen in der Badesaison 2020 nicht angemessen analysiert und somit klassifiziert werden konnten.

Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22.276 Gewässern analysiert, die sich in den EU-Mitgliedstaaten einschließlich Großbritannien sowie in Albanien und der Schweiz befinden. (dpa mit SZ/hoe)

Getestete Seen in und um Sachsen

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In den meisten Gewässern in Deutschland lässt sich dagegen mit gutem Gewissen planschen. Es gibt aber auch Ausnahmen.

  • Landkreis Görlitz: Olbersdorfer See, Bärwalder See, Halbendorfer See
  • Landkreis Bautzen: Olbasee, Talsperre Bautzen, Waldbad Niesendorf, Geierswalder See
  • Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge: Kiesgrube Birkwitz/Pratzschwitz, Talsperre Malter
  • Dresden: Speicherbecken Niederwartha
  • Landkreis Meißen: Badesee Coswig-Kötitz
  • Landkreis Mittelsachsen: Erzengler Teich
  • Erzgebirgskreis: Greifenbachstauweiher, Filzteich
  • Vogtlandkreis: Talsperre Falkenstein, Talsperre Pirk, Talsperre Pöhl
  • Landkreis Zwickau: Talsperre Koberbach, Stausee Oberwald
  • Chemnitz: Stausee Oberrabenstein
  • Landkreis Leipzig: Harthsee, Kulkwitzer See, Cospudener See, Markkleeberger See, Albrechtshainer See, Ammelshainer See, Naunhofer See
  • Landkreis Nordsachsen: Kiesgrube Luppa, Kiesgrube Eilenburg.
  • Südbrandenburg: Senftenberger See. (Quelle: Umweltagentur EEA)

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