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Kurzes Schuljahr, Stress bei Prüfungsterminen: So schneiden Sachsens Abiturienten 2024 ab

Das kurze Schuljahr sorgte für weniger Vorbereitungszeit und stressige Prüfungstermine. Die Abiturnoten in Sachsen sind nur geringfügig schlechter als im Vorjahr.

Von Andrea Schawe
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Mehr als 10.300 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr ihr Abitur abgelegt.
Mehr als 10.300 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr ihr Abitur abgelegt. © dpa

Dresden. Die Ergebnisse der diesjährigen Abiturprüfungen liegen vor. Danach haben von den 10.349 zugelassenen Schülern an den allgemeinbildenden Gymnasien 96,5 Prozent ihre Abschlussprüfungen bestanden, teilt das Kultusministerium mit. Im Vorjahr waren es etwa gleich viele.

Die Abiturientinnen und Abiturienten haben im Schuljahr 2023/2024 einen Notendurchschnitt von 2,18 erreicht. Das ist in etwa das Vorjahresniveau. Im Vorjahr betrug der Notendurchschnitt im Abitur an allgemeinbildenden Schulen 2,16.

In diesem Schuljahr haben außerdem 348 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Gymnasien ihr Abitur mit der Note 1,0 abgelegt.

Damit haben sich die Abiturergebnisse wieder auf dem Stand von vor der Corona-Pandemie stabilisiert. In den Pandemiejahren war der Notendurchschnitt der Schülerinnen und Schüler besser - 2022 betrug er 2,07, 2021 lag der Durchschnitt bei 2,08.

"Die erneut guten Ergebnisse unserer Abiturientinnen und Abiturienten bestätigen die hohe Qualität der schulischen Bildung in Sachsen", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). "Sie belegen nicht nur die Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler, sondern auch die sehr gute Arbeit der Lehrkräfte."

Kein Nachteilsausgleich wegen Corona mehr

Die Lehrerinnen und Lehrer hätten es "hervorragend verstanden, ihre Prüflinge auf das Abitur vorzubereiten", sagte der Kultusminister. Dabei sorgte das kurze ungewöhnlich Schuljahr nicht nur für weniger Vorbereitungszeit, sondern auch für stressige Prüfungstage. In diesem Jahr lagen etwa die schriftlichen Prüfungstermine für das Abitur in den Fächern Mathematik, Chemie und Deutsch an drei aufeinanderfolgenden Tagen.

Der diesjährige Abschlussjahrgang war der erste, dem keine Erleichterungen in den Prüfungen wegen der Corona-Pandemie mehr zugute kam. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz wurden die Nachteilsausgleiche 2023 letztmalig gewährt. Sie ging davon aus, dass eventuelle Lernrückstände durch die pandemiebedingten Schulschließungen und den Online-Unterricht mittlerweile aufgeholt werden konnten.