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Sachsen: Oster-Gottesdienste im Livestream

Der Besuch von Ostergottesdiensten in Sachsen ist nur unter strengen Auflagen möglich. Viele Gottesdienste werden live übertragen. Der Überblick.

Zu Ostern können Präsenzgottesdienste nur mit einer kleinen Zahl an Besuchern stattfinden.
Zu Ostern können Präsenzgottesdienste nur mit einer kleinen Zahl an Besuchern stattfinden. © dpa/Matthias Rietschel

Präsenzgottesdienste zu Ostern oder nicht? Die Aufforderung der Bund-Länder-Runde zum Verzicht auf Gottesdienste vor Ort war sowohl bei der katholischen als auch der evangelischen Kirche auf Kritik gestoßen.

Man sei von der Bitte von Bund und Ländern überrascht worden, hatten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, erklärt. Im Vorfeld des Corona-Gipfels war man davon ausgegangen, zu Ostern in den Kirchen feiern zu dürfen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den Appell an die Kirchen kritisiert.

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Die Bundesregierung ruderte schließlich zurück – und strich ihre Bitte an die Kirchen, über Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Kretschmer: Kirchen finden klugen Weg für Gottesdienste

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte bereits zuvor klargestellt, dass sein Land den Kirchen zu Ostern Präsenz-Gottesdienste wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen nicht verbietet wolle. Er habe keinen Zweifel daran, „dass die Kirchen, die Religionsgemeinschaften, einen klugen und verantwortungsvollen Weg finden werden“, sagte er in den ARD-„Tagesthemen“.

Dennoch: Gottesdienste können nur unter strengen Hygieneauflagen stattfinden. Viele Gläubige werden es auch in diesem Jahr vorziehen, Ostern auf dem heimischen Sofa zu verbringen. Zahlreiche Gottesdienste lassen sich im TV, Livestream oder Radio verfolgen.

Ostern im TV oder Livestream

Karfreitag, 2. April

  • 10 Uhr: Evangelischer Gottesdienst zum Karfreitag, St.-Mang-Kirche in Kempten (Das Erste)
  • 21 Uhr: Karfreitag in Rom, Papst Franziskus betet den Kreuzweg (BR)

Karsamstag, 3. April

  • ab 19.30 Uhr: Osternacht aus dem Vatikan mit Papst Franziskus (Livestream des ZDF)
  • 21.30 Uhr: Katholische Messe in der Osternacht, Erfurter Dom, Bischof Dr. Ulrich Neymeyr im Online-Livestream des MDR
  • 22 Uhr: Evangelischer Gottesdienst zur Osternacht, live aus der Christuskirche in Landshut (BR)

Ostersonntag, 4. April

  • 8 Uhr: Online-Gottesdienst zum Ostersonntag, Frauenkirche Dresden (hier im Livestream verfolgen)
  • 9.30 Uhr: Evangelischer Gottesdienst zum Ostersonntag, Johanneskirche Eltville-Erbach (ZDF)
  • 10 Uhr: Ostern in Rom, Gottesdienst mit Papst Franziskus und Segen „Urbi et orbi“ (Das Erste, BR, SWR, SR)

Ostermontag, 5. April

  • 10 Uhr: Evangelischer Gottesdienst aus der Kreuzkirche Hamburg-Kirchdorf (Das Erste)

Der BR überträgt Gottesdienst mit Papst Franziskus und Segen "Urbi et Orbi"" am Ostersonntag aus Rom.
Der BR überträgt Gottesdienst mit Papst Franziskus und Segen "Urbi et Orbi"" am Ostersonntag aus Rom. © BR

Ostergottesdienste aus Sachsen

  • MDR Kultur überträgt Karfreitag, Ostersonntag sowie Ostermontag jeweils um 10 Uhr einen Hörfunkgottesdienst, zwei von ihnen aus Sachsen. Der Gottesdienst zum Ostersonntag kommt aus der St. Marienkirche Borna, der zum Ostermontag aus der Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig.
  • MDR Sachsen sendet am Karsamstag um 20 Uhr aus der Kirche St. Simon und Juda in Crostwitz (Landkreis Bautzen) eine katholische Feier zur Osternacht in sorbischer Sprache.
  • Verschiedene Gemeinden in Sachsen bieten zudem Livestreams im Netz an. Das Bistum Dresden-Meißen hat hier eine Auwahl veröffentlicht.
  • Die Evangelische Landeskirche Sachsens wird ihre Online-Angebote hier bewerben, außerdem auf ihrer Facebook-Seite.

Im vergangenen Jahr stellten zahlreiche Gemeinden auch in kürzester Zeit zu Ostern noch Livestreams auf die Beine. Viele Gottesdienste wurden in den sozialen Netzwerken übertragen. Erwartet wird, dass zahlreiche weitere Gemeinden auch in diesem Jahr wieder Online-Angebote schaffen werden. (dpa/SZ/hej)

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