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Moria: Sachsen will 75 Flüchtlinge aufnehmen

Der Freistaat ist bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria. Es brauche aber auch dauerhafte Lösungen, sagt Ministerpräsident Kretschmer.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) © ohn Macdougall/POOL/dpa

Dresden. Sachsen ist bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Flüchtlingslager Moria. "Wir wollen helfen und können es in diesem Umfang auch", twitterte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Dienstag. Die Bundesregierung hat sich darauf geeinigt, 1.533 zusätzliche Migranten von fünf griechischen Inseln aufzunehmen, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. Zugleich brauche es aber auch dauerhafte Lösungen, sagte der CDU-Politiker. "Die EU ist gefragt, sichere Aufnahmezentren außerhalb Europas einzurichten und Fluchtursachen zu bekämpfen", so Kretschmer.

Auch im sächsischen Kabinett war am Dienstag die Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland Thema. Laut Regierungssprecher Ralph Schreiber geht es vor allem um die Aufnahme von besonders Schutzbedürftigen wie Familien, älteren Menschen und Kranken. Entscheidend für die Aufnahme sei der Königsteiner Schlüssel - demnach entfallen fünf Prozent der Flüchtlinge, die aufgenommen werden sollen, auf den Freistaat. Das entspricht den Angaben zufolge etwa 75 Menschen.

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Die SPD in Sachsen begrüßte unterdessen die Einigung der Bundesregierung. "Das ist das Mindeste, was menschlich geboten ist, also ein erster Schritt", so Generalsekretär Henning Homann. Er verwies darauf, dass von den 3.700 Plätzen in den sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen derzeit nur 1.800 belegt seien. "Wir haben also Platz." (dpa)

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