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Baum trifft Bergungsbox

In der Sächsischen Schweiz ist eine Fichte ausgerechnet auf eine Selbsthilfebox gestürzt, die für Notfälle gedacht ist. Ein Sinnbild für die Gefahr im Wald.

Box für die Erste Hilfe in der Sächsischen Schweiz: zerstört durch umgestürzten Baum.
Box für die Erste Hilfe in der Sächsischen Schweiz: zerstört durch umgestürzten Baum. © Mike Jäger

Beim Kleinen Winterberg in der Sächsischen Schweiz ist eine tote Borkenkäferfichte umgebrochen. Der große Baum ist so ungünstig gefallen, dass er eine Selbsthilfebox getroffen hat. Die Box ist schief gedrückt, ihre Tür verzogen und der Riegel so verbogen, dass sie sich nicht mehr öffnen lässt. Der Platz ist unmittelbar an einem frequentierten Wanderweg, dort, wo Reitsteig, der Obere und der Untere Fremdenweg eine Kreuzung bilden.

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Selbsthilfeboxen befinden sich an vielen Stellen in den Wander- und Klettergebieten der Sächsischen Schweiz und dienen zur Erstversorgung von Verletzten. Dass eine tote Fichte nun ausgerechnet auf eine der Boxen gestürzt ist, zeigt die aktuell große Gefahr durch tote Borkenkäferfichten besonders in der Hinteren Sächsischen Schweiz.

Die auch als Bergungsbox bezeichneten wetterfesten Kisten enthalten eine Rettungstrage und weiteres Erste-Hilfe-Material wie Verbandszeug, Beatmungshilfen und Schienen sowie Decken gegen Unterkühlung. Die kleinen Schränke sind unverschlossen und können bei Bedarf von jedem benutzt werden. So sind Bergsportler und Wanderer in der Lage, sich bei Unfällen gegenseitig zu helfen, bevor die Bergrettung eintrifft. Die ersten Boxen wurden in den 1960er-Jahren aufgestellt. Der Kletterführer Sächsische Schweiz listet 43 Bergungsboxen in den Klettergebieten beidseits der Elbe auf.

Was tun bei einem Notfall in der Sächsischen Schweiz?

Notruf-Standort: Jeder Wegweiser trägt ein gelbes Schild mit einer Nummer. Sie hilft der Bergwacht, Verunglückte zu lokalisieren.
Notruf-Standort: Jeder Wegweiser trägt ein gelbes Schild mit einer Nummer. Sie hilft der Bergwacht, Verunglückte zu lokalisieren. © Mike Jäger

Wird Hilfe der Bergwacht benötigt, ist diese über die Notrufnummer 112 anzufordern. Gebietsfremde können ihren Standort im Elbsandsteingebirge am nächsten Wegweiser erfahren. An der Rückseite eines jeden Wegweisers ist eine gelbe Standortnummer angegeben, die man unbedingt bei einem Notruf angeben sollte. So ist es für die Bergwacht leichter, den Standort des Verunglückten zu finden.

Die Bergwacht hat zwei Hauptunfallstationen: eine im Amselgrund in Kurort Rathen, die andere im Bielatal bei der Ottomühle. In der Kletterhauptsaison sind diese Stationen an den Wochenenden von den ehrenamtlichen Helfern besetzt. So kann die Bergwacht bei Bedarf schnell vor Ort sein und Hilfe leisten.

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