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Bier-Aktion: Schon 125.000 Euro für Sächsische Schweiz

Früher als gedacht ist bei der Aktion von Radeberger das Spendenziel erreicht. Jetzt profitieren weitere Projekte. Noch bis 3. Oktober wird weiter gesammelt.

Am Pfaffenstein im August: Michaela Neuenhaus-Eckardt, Stefan Meinel, Uwe Borrmeister, Marco Domogalski, Rainer Reichstein, Micaela Lindheimer (v.l.n.r.).
Am Pfaffenstein im August: Michaela Neuenhaus-Eckardt, Stefan Meinel, Uwe Borrmeister, Marco Domogalski, Rainer Reichstein, Micaela Lindheimer (v.l.n.r.). © Marko Förster

Der Bierdurst der Sachsen ist groß genug. Schon Mitte September hat die Aktion "Mein Kasten für unsere Heimat" von Radeberger Pilsner das Spendenziel von 100.000 Euro geknackt - und damit rund zweieinhalb Wochen vor Ablauf der selbst gesetzten Frist. Mittlerweile sind sogar über 125.000 Euro beisammen (Stand 20. September) und damit bereits ein Viertel mehr als geplant.

Bei Radeberger habe man insgeheim gehofft, die Summe bereits vor dem Kampagnenende zu erreichen, erklärt Marco Domogalski, Marketingleiter der Exportbierbrauerei. "Dass es nun so schnell geht, hat uns überrascht. Toll, dass auf 'unsere Sachsen' so Verlass ist." Seit dem 23. August spendet das Unternehmen 50 Cent von jedem 20er-Kasten, der in Sachsen verkauft wird, an den Verein der Freunde des Nationalparks Sächsische Schweiz.

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Aktion läuft noch bis 3. Oktober

Im Ergebnis heißt das, dass nun höchstwahrscheinlich noch weitere Projekte in der Sächsischen Schweiz unterstützt werden können. Denn die Aktion läuft wie angekündigt weiter bis zum 3. Oktober. Natürlich erhalte der Verein die gesamte Summe, die im Aktionszeitraum zusammenkomme, erklärt das Unternehmen.

Wenn das mehr ist, als für die angedachten drei Bauprojekte benötigt wird, könne der Verein entscheiden, welche weiteren Arbeiten finanziert werden. "Auf jeden Fall kommt jeder Cent der Sächsischen Schweiz zugute."

Es geht um den Erhalt der Wander-Infrastruktur in der Sächsischen Schweiz. Zunächst stehen drei Projekte im Fokus der Aktion: eine stählerne Steganlage am Pfaffenstein, die erneuert werden muss, die Sanierung einer Holzbrücke im Polenztal sowie der Neubau einer früheren Schutzhütte am Großen Zschirnstein bei Reinhardtsdorf-Schöna.

Bislang drei Projekte ausgewählt

Diese drei Bauvorhaben, die allesamt im Landschaftsschutzgebiet rings um den Nationalpark Sächsische Schweiz liegen, hatte der eng mit dem Landratsamt Pirna verbundene Verein der Nationalparkfreunde als ausgewählt. Als Kriterium galt vor allem, das sie sich möglichst schnell und ohne langes Genehmigungsverfahren umsetzen lassen.

Die Steganlage am Pfaffenstein beispielsweise gehört einem kleinen Verein namens Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz, der finanziell kaum in der Lage ist, die Sanierung zu stemmen. Die Holzbrücke im Polenztal auf dem Weg zu den viel besuchten Märzenbecherwiesen befindet sich im Eigentum der Stadt Hohnstein. Die Schutzhütte "Kalkbude" unterhalb des Großen Zschirnsteins will der Sachsenforst neu errichten. Sie musste vor einigen Jahren abgerissen werden, nachdem ein Baum darauf gestürzt war.

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Insgesamt werden für diese drei Projekte - nach derzeitigem Planungsstand - 100.000 Euro benötigt. Die Summe ist nun schon beisammen. An Ideen für weitere Erhaltungsarbeiten dürfte es angesichts der unzähligen Wanderwege, Treppen und Brücken in der Sächsischen Schweiz kaum mangeln.

Der aktuelle Spendenstand ist unter www.radeberger.de/unsere-heimat zu sehen.

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