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Elbsandstein: Sturm fegt Bäume weg

Wieder kam es bei Schmilka zu mehreren Baumstürzen. Oft reicht nur eine Windböe aus und die Bäume knicken wie Streichhölzer.

Im Bereich des Heringsgrundes bei Schmilka sind weitere Bäume umgestürzt.
Im Bereich des Heringsgrundes bei Schmilka sind weitere Bäume umgestürzt. © Mike Jäger

Da hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei seinem Besuch in der Sächsischen Schweiz ja noch mal Glück gehabt. Nur wenige Tage danach stürzten fast genau an der Stelle des Vor-Ort-Termins im Bereich des Heringsgrundes morsche Borkenkäferfichten auf den Wanderweg. Ursache soll ein Gewittersturm gewesen sein. Gesperrt ist die Trasse aber noch nicht. Allerdings zeigen die starken Windböen in den letzten Tagen, wie anfällig die Bäume auch aufgrund der anhaltenden Trockenheit geworden sind. Denn nicht nur Borkenkäferfichten knicken um wie Streichhölzer, sondern auch gesunde Bäume.

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Vor Ort bietet sich ein Bild der Verwüstung, offenbar tatsächlich von orkanartigen Böen ausgelöst. Weiter oben im Heringsgrund sind noch mehr Bäume umgestürzt. Auch dort sind die Wege noch offen. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde der Falkoniersgrund, durch den man die Rotkehlchenstiege erreicht. An die 40 Fichten soll es da vor wenigen Tagen entwurzelt oder umgeknickt haben. Darunter sollen auch noch nicht vom Borkenkäfer befallene Bäume sein. Gesperrt ist dieser Teil noch nicht.

Allerdings mahnt die Nationalparkverwaltung eindringlich Wanderer und Kletterer generell zur Vorsicht. Unabhängig von der Beräumung bestehe beim Wandern im Nationalpark aufgrund des hohen Totholzanteils immer eine besonders hohe Ast- und Baumbruchgefahr. Und die Besucher sollten daran denken, dass sie den Wald grundsätzlich auf eigene Gefahr betreten.

Bis zum Beginn der Brut- und Aufzuchtzeit am 15. März konnte die Nationalparkverwaltung rund 70 km Straßen und Wege freischneiden. Nach Ende der Brutsaison beziehungsweise der Schonzeit für Tiere und Natur können die Arbeiten fortgesetzt werden. Das wird Mitte August der Fall sein. Im Plan stehen dann 25 km Rettungswege sowie acht Wanderwege aus der Vorschlagsliste des Sächsischen Bergsteigerbundes, heißt es aus der Nationalparkverwaltung. Voraussetzung sei allerdings, dass die Genehmigungen durch die Landesdirektion Sachsen vorliegen.

Vorher über freie Wanderwege informieren

Wer eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz plant oder eine Klettertour, sollte sich vorher auf der Internetseite der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz informieren, welche Wege derzeit noch gesperrt sind. Dort gibt es dann auch Empfehlungen für zehn sichere und schöne Wandererlebnisse in der Sächsischen Schweiz.

Neben dem ständigen Räumen von Wegen durch Waldarbeiter und Forstmaschinen im Gebiet erarbeite die Verwaltung zurzeit die Anträge für Genehmigungen, um nach Abschluss der Brut- und Aufzuchtperiode am 15. August auch abgestorbene Bäume rechts und links von Rettungs- und Wanderwegen in größerem Stil vorbeugend fällen zu können.

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