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Er steht auch mit 90 noch im Fußballtor

Heinz Friese aus dem Neustädter Ortsteil Langburkersdorf ist ein Original. Und in der Sächsischen Schweiz bekannt. Jetzt hat er Geburtstag.

Heinz Friese vom SV Berthelsdorf steht noch immer im Tor. Mit seiner Mannschaft, dessen Spieler alle über 60 Jahre sind, kickt er nur noch zur Freude.
Heinz Friese vom SV Berthelsdorf steht noch immer im Tor. Mit seiner Mannschaft, dessen Spieler alle über 60 Jahre sind, kickt er nur noch zur Freude. © Daniel Schäfer

Er hat sie im Griff, die Alte-Herren-Mannschaft vom Sportverein Berthelsdorf, einem Ortsteil von Neustadt. Wenn er im Tor steht, dann entgeht ihm nichts. Gewohnheitssache sozusagen. Heinz Friese war lange Zeit Chef und Trainer der Alte-Herren-Fußballer. Das ist zwar nun auch schon ein paar Jahre her. Doch bei Heinz Friese zählt keiner mehr die Jahre und er selbst schon gar nicht. Er ist sportlich aktiv und gut drauf. 

Am 19. Oktober feiert er seinen 90. Geburtstag. "Mensch Heinz, so alt siehst Du doch noch gar nicht aus", wird er sicherlich mehrmals zu hören bekommen.  Und das kann er auch ohne einen Blick in den Spiegel so bestätigen. Naja, ab und zu zwickt es schon, wird er vielleicht sagen. Doch Heinz Friese ist fit und der Fußball nach wie vor sein Leben. Und deshalb radelt er auch immer noch dienstags aller zwei Wochen auf den Sportplatz in Niederottendorf, um dort für "seine Mannschaft" die Bälle abzufangen.

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Die Verbundenheit freut seine Mannen und deshalb stehen sie am 19. Oktober auch ganz vorn in der Reihe der Gratulanten. Heinz Friese ist ein Original und aufgrund seiner Fußballerfahrungen im gesamten Landkreis bekannt. Bis 1990 organisierte er den Fußball im Volks- und Freizeitsport des ehemaligen Fortschrittkombinates. Und wer da nicht alles Fußball gespielt hat. Die Mannschaften DB und Traktor Berthelsdorf waren sogar über die Kreisgrenzen hinaus bekannt, weil sie so manchen Pokal holten. 

"In Neustadt waren diese Mannschaften schon als FC Friese bekannt", sagt Dieter Winter, einer seiner Fußballerkollegen aus Neustadt. Sie sind es auch, die ihrem Heinz ganz besonders zum Geburtstag gratulieren. Nicht zuletzt hat er schließlich ihren Fußballplatz in Niederottendorf gerettet, weil er ihn voller Hingabe pflegte. Der hätte sonst die Wende nicht überstanden. Friese organisierte  Fußballturniere mit Hohwalder Gewerbetreibenden, Großfeldturniere und anders mehr. Ganz vorn standen natürlich die Alten Herren.

Seine Männer waren es auch, die ihn 2002 für den Ehrenamtspreis des Landkreises vorgeschlagen haben. Und das er die Auszeichnung dann bekommen hat, hat ihn schon mächtig gefreut. Ein bisschen stolz war er auch.  Bis 2010 betreute er die Alt-Herren-Mannschaft noch aktiv. War von März bis November jedes Wochenende auf dem Spielfeld. Auch heute noch ist sein Terminkalender voll und seine Frau Ingeburg hat Mühe, noch freie Minuten darin zu finden. Denn ihr Heinz steht nicht nur im Tor, er fährt auch leidenschaftlich gern Rad. Und das jeden Mittwoch. Da darf kein anderer Termin dazwischen kommen. Und bis vor Kurzem hat er sich sogar noch Neustadts Berge hinaufgeschunden. Mit fast 90 hatte er sich vor ein paar Monaten dann doch entschieden, dass er es mit der "Quälerei" ja nicht übertreiben muss. Er ist auf ein E-Bike umgestiegen.  Davon schwärmt er und seine Frau ist vielleicht etwas beruhigter, obwohl auch sie passionierte Radfahrerin ist. Früher sind sie natürlich mehr geradelt, sogar bis nach Decin oder Pillnitz. Etwas ruhiger will er es jetzt schon angehen. Vielleicht. Seinen Alten Herren wird er aber auf jeden Fall treu bleiben.  

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