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Sächsische Schweiz: WLAN für Ausflugsziele

In Sebnitz und Umgebung gibt es jetzt kostenfreie Internet-Hotspots. Unter anderem am Lichtenhainer Wasserfall und sogar auf dem Weifbergturm.

Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal: freies WLAN für die Gäste.
Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal: freies WLAN für die Gäste. © Steffen Unger

Kein Netz, nirgends. Für Besucher des Kirnitzschtals in der Sächsischen Schweiz ist das beim Blick aufs Handy ein gewohntes Bild. Sicherlich kommt diese digitale Abgeschiedenheit so manchem Ausflugsgast nicht ungelegen. Endlich mal kein brummendes Handy, keine nervenden Chat-Nachrichten, nur Natur. Spätestens auf dem Rückweg von der Wander- oder Klettertour sollen die Daheimgebliebenen dann aber doch am Erlebten teilhaben.

Von zwei digitalen Inseln in dem ansonsten weitgehend empfangsfreien Kirnitzschtal ist das jetzt möglich. Am Lichtenhainer Wasserfall sowie an der Neumannmühle sind ab sofort kostenfreie WLAN-Hotspots in Betrieb. Am mangelnden Mobilfunkempfang ändert das vorerst nichts, über die Internetzugänge lassen sich aber Nachrichten verschicken sowie Instagram-Story und WhatsApp-Status mit frischem Bildmaterial versorgen.

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Die beiden stark frequentierten Touristenziele, die den Start- oder Endpunkt für viel Wandertouren durch die hinteren Sächsischen Schweiz bilden, sind dabei nur zwei von anderthalb Dutzend Hotspots an denen Gäste und Einheimische jetzt kostenfrei ins Netz kommen.

An insgesamt 18 touristisch relevanten Standorten hat die Stadt Sebnitz auf ihrem Gemeindegebiet ein offenes WLAN installiert. Dazu gehören der Weifbergturm und die Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf, die Kunstblumenmanufaktur und der Markplatz in Sebnitz sowie zentrale Häuser in den Panoramadörfern Lichtenhain, Mittelndorf und Altendorf sowie in Saupsdorf und in Ottendorf.

So funktioniert das Gratis-WLAN

Der Zugang ist einfach: Man wählt in den WLAN-Einstellungen auf seinem Smartphone das "CityWiFiSebnitz" aus, akzeptiert mit einem Daumendruck die Nutzungsbedingungen - und schon ist man drin. Bei einem Test von Sächsische.de am Lichtenhainer Wasserfall, an der Neumannmühle und auf dem Markt in Sebnitz funktionierte das reibungslos. An der Neumannmühle reicht das WLAN sogar bis auf den Wanderparkplatz.

Sebnitz, Markt: Hier gibt es per Hotspot kostenfreies Internet.
Sebnitz, Markt: Hier gibt es per Hotspot kostenfreies Internet. © Steffen Unger

Die Nutzer müssen sich nur einmal in das CityWiFiSebnitz einloggen und werden dann an diesem Tag immer wieder mit dem Netz verbunden, wenn sie in die Reichweite eines Hotspots gelangen. Das heißt also: Wer morgens auf dem Sebnitzer Markt oder in der Touristinfo das freie WLAN nutzt, ist am Nachmittag auch bei einem Ausflug auf den Weifbergturm automatisch verbunden. Im Test klappte das nach der Fahrt aus dem Kirnitzschtal nach Sebnitz ohne Probleme.

Nach einer Stunde Inaktivität wird die Verbindung getrennt. Das soll verhindern, dass jemand das öffentliche WLAN dauerhaft nutzt und sich seinen eigenen Anschluss spart, erklärt Hauptverwaltungsleiter Ronald Kretzschmar aus dem Sebnitzer Rathaus. Die Nutzer können sich aber bis zu zwölf Mal am Tag neu einloggen. Generell steht das Netz jedem offen, ganz gleich ob Einwohner oder Tourist.

Schnelles Netz nur tagsüber

Gänzlich unbeschränkt ist das Sebnitzer City-WLAN nicht. Die Stadt hat einen Inhaltsfilter aktiviert, der als jugendgefährdend eingestufte Internetseiten blockiert. Auch am Abend ist noch vor der Nachtruhe Schluss. Die öffentlichen Hotspots sind nur zwischen 6 und 21 Uhr aktiv. Das soll etwaigen Partys mit gestreamter Musik und befürchteter nächtlicher Ruhestörung von vornherein eine Grenze setzen.

Weifbergturm in Hinterhermsdorf: Sogar auf dem Aussichtsturm wurde ein Hotspot eingerichtet.
Weifbergturm in Hinterhermsdorf: Sogar auf dem Aussichtsturm wurde ein Hotspot eingerichtet. © Steffen Unger

Die verfügbare Geschwindigkeit können sich sehen lassen. An den meisten Hotspots liegen zumindest auf dem Papier 100 Mbit pro Sekunde an, am Kinderferienzentrum Kiez, dem Sportzentrum Solivital und dem Lichtenhainer Wasserfall sogar mehr: Dort wurden die Glasfaserkabel bis ans Haus verlegt.

In der Sächsischen Schweiz gibt es freie WLAN-Hotspots bislang in Bad Schandau und in Pirna, allerdings nicht in der Größenordnung, wie sie jetzt in Sebnitz und seinen Ortsteilen entstanden sind. Insgesamt flossen 373.000 Euro in das CityWifiSebnitz, davon sind 80 Prozent Fördermittel, knapp 75.000 Euro trägt die Stadt. Die Planung für das Projekt begann im Jahr 2018.

Damit die Gäste in Sebnitz und Umgebung auch von dem freien Internet erfahren, sollen noch vor Saisonbeginn an allen Hotspots Hinweisschilder aufgestellt werden, erklärt die Stadt. Diese Schilder sind gerade noch in Produktion. Das WLAN kann aber bereits genutzt werden.

Die Liste der Hotspots

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Seit einer Woche können Besucher schnell und einfach ins Netz. Andere Kommunen haben bereits angeklopft.

  • Rathaus/Marktplatz Sebnitz
  • Mehrgenerationenhaus/Stadtbibliothek/Sängerhof Sebnitz
  • Haus Deutsche Kunstblume Sebnitz
  • Kunstblumen- und Heimatmuseum/Afrikahaus Sebnitz (erst nach der Sanierung)
  • Kräutervitalbad Sebnitz
  • Nationalparkbahnhof Sebnitz
  • Kinder-und Jugenderholungszentrum KiEZ Sebnitz
  • Sport- und Freizeitzentrum SoliVital Sebnitz
  • Haus des Gastes Hinterhermsdorf
  • Weifbergturm Hinterhermsdorf
  • Buchenparkhalle Hinterhermsdorf
  • Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal
  • Technisches Denkmal Neumannmühle (Berghütte) im Kirnitzschtal
  • Touristinformation Altendorf
  • Dorfgemeinschaftszentrum Lichtenhain
  • Dorfgemeinschaftszentrum Mittelndorf
  • Dorfgemeinschaftszentrum Ottendorf
  • Dorfgemeinschaftszentrum Saupsdorf

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