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Graffiti am Lilienstein

Unbekannte haben den markanten Tafelberg in der Sächsischen Schweiz besprüht. Die Farbe lässt sich nicht komplett vom Fels entfernen.

Auf dem Lilienstein: Ein Farbfleck ist trotz der Entfernung am Fels geblieben.
Auf dem Lilienstein: Ein Farbfleck ist trotz der Entfernung am Fels geblieben. © Karl-Ludwig Oberthür

Am Lilienstein in der Sächsischen Schweiz haben Unbekannte Graffiti auf den Sandstein gesprüht. Das bestätigt die Nationalparkverwaltung. Die Sprühereien wurden laut Angaben des Nationalparks bereits am 21. November entdeckt. Sie wurden an einer Felswand auf dem Gipfelplateau des Berges angebracht.

Auf Fotos in den sozialen Netzwerken, die vorbeikommende Wanderer auf dem Lilienstein gemacht haben, ist ein mit roter Farbe gesprühtes Symbol zu sehen. Es zeigt das Om-Zeichen (oder auch Aum), ein aus dem Hinduismus stammendes Zeichen, das heute oft im Zusammenhang mit Yoga oder Meditation Verwendung findet. Daneben ist außerdem hinter einem Geländer ein Schriftzug in gelblicher Farbe zu sehen.

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Nationalpark erstattet Strafanzeige

Mittlerweile wurden die Sprühereien teilweise entfernt - zumindest so gut es ging. Bereits am 27. November war zu diesem Zweck eine Fachfirma aus Dresden auf dem Lilienstein im Einsatz. Die Entfernung der Farbe sei aber leider nur an der Oberfläche gelungen, erklärt die Nationalparkverwaltung. "Wie auch schon bei anderen Graffitis auf dem Lilienstein, ist auch dieses Mal der Lack so tief eingedrungen, dass es erhebliche Schäden an der Felsoberfläche verursacht hätte, wenn wir auch die tieferen Farbschichten entfernt hätten", sagt Sprecher Hanspeter Mayr.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz beauftragte eine Fachfirma mit dem Entfernen der Lackfarbe.
Der Nationalpark Sächsische Schweiz beauftragte eine Fachfirma mit dem Entfernen der Lackfarbe. © Nationalpark/Martin Aulitzky

Ein hellroter Fleck auf dem Sandstein ist damit auch weiterhin zu sehen. Die Lackentfernung war laut Angaben der Nationalparks mit erheblichem Aufwand verbunden und kostete rund 1.000 Euro. Die Nationalparkverwaltung wird in dem Fall Anzeige erstatten. Insgesamt seien 2020 weniger Graffiti im Elbsandsteingebirge festgestellt worden als im Vorjahr. Die markante Silhouette des 415 Meter hohen Liliensteins ziert das Logo des Nationalparks Sächsische Schweiz.

Graffiti am Gohrisch noch nicht entfernt

Das bereits im Spätsommer entdeckte Graffito am Gohrisch im linkselbischen Teil der Sächsischen Schweiz ist unterdessen immer noch nicht entfernt. Die Beseitigung des goldenen Schriftzuges sollte laut Aussagen des Fortbezirks Neustadt eigentlich bis November geschehen sein. Nun zieht sich das offenbar bis ins neue Jahr hinein.

Ein Sprecher des Forstbezirks erklärte gegenüber Sächsische.de, dass die Arbeiten am Gohrisch sowie an acht anderen Stellen bereits ausgeschrieben seien. Sobald sich eine Firma gefunden habe, könne man anfangen. Dies könne allerdings noch dauern, da die kalte Jahreszeit für die Entfernung nicht die besten Bedingungen biete, heißt es.

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Ein Verursacher der Sprühereien konnte seitens der Polizei bisher nicht festgestellt werden. Laut Aussage von Polizeipressesprecher Lukas Reumund habe man auch keine heiße Spur. Die Angelegenheit wurde an die Staatsanwaltschaft abgegeben.

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