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Hier steht ein XXL-Iglu im Vorgarten

Vier Wochen baute eine Gohrischer Familie an dem vier Meter breiten Schneekoloss. In dem Eispalast wird jetzt nicht nur gespielt.

Vier Wochen Bauzeit: Bei Familie Hänsel in Gohrisch steht jetzt ein riesiges Iglu im Garten.
Vier Wochen Bauzeit: Bei Familie Hänsel in Gohrisch steht jetzt ein riesiges Iglu im Garten. © Steffen Unger

Wohin nur mit all dem Schnee? Diese Frage hat sich auch Tilo Hänsel aus Gohrisch in der Sächsischen Schweiz gestellt. Im Januar blieben die ersten Flocken in seinem Garten liegen. Innerhalb weniger Tage wuchs die weiße Pracht so stattlich an, dass die Hänsels auf eine Idee kamen.

Warum nicht ein Iglu bauen? Gesagt, getan. Zusammen mit den drei Kindern Anna, Christopher und Theodor und Ehefrau Susanne legte Tilo Hänsel los. Zuerst wurde der herumliegende Schnee auf einen großen Haufen getürmt. Schicht für Schicht. Schippen, festtrampeln, schippen, festtrampeln. "Mehr als zwei Wochen haben wir gebraucht, bis der Schneeberg groß und vor allem fest genug war", erzählt der Gohrischer.

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Drei mal vier Meter großer Eispalast

Dann begann der zweite Teil der Aufgabe. Aus dem unförmigen Berg sollte ein stattliches Iglu werden. Mit Schaufeln, Schippen und Kellen wurde der Berg in Form gebracht und ausgehöhlt. Weitere eineinhalb Wochen haben die Hänsels dafür gebraucht. Ab und an halfen die Nichte und der Schwager auf der Iglu-Baustelle mit. Mehr helfende Hände waren wegen der Corona-Beschränkungen kaum möglich.

Nach etwa vier Wochen war das Iglu dann endlich fertig. Mit einer Höhe von 3,50 Metern ist es inzwischen zum Blickfang im Kurort Gohrisch geworden. "Viele Leute bleiben am Gartenzaun stehen und staunen", erzählt Tilo Hänsel stolz. Nicht nur die Höhe ist imposant. Von außen gemessen ist das Iglu 4,20 Meter breit. Wer durch den kleinen Eingang kriecht, erwartet im Innern ein richtiger Raum: Etwa sechs Quadratmeter Platz gibt es hier. Dank einer Deckenhöhe von 2,20 Metern kann jeder Besucher darin sogar aufrecht stehen.

Drei Meter breit und über zwei Meter hoch im Innern: Da haben Papa Tilo, Mama Susanne (hinten), Tochter Anna und die Söhne Christopher und Theodor (re.) viel Platz zum Spielen und zum gemeinsamen Abendessen.
Drei Meter breit und über zwei Meter hoch im Innern: Da haben Papa Tilo, Mama Susanne (hinten), Tochter Anna und die Söhne Christopher und Theodor (re.) viel Platz zum Spielen und zum gemeinsamen Abendessen. © Steffen Unger

Für Gemütlichkeit sorgen Sitzbänke und ein Tisch. "Die Bänke hatten wir erst aus Schlitten gebaut", schildert Tilo Hänsel. Inzwischen hat er über die Agrar-Produktivgenossenschaft Pirna-Cotta Strohballen organisiert. Das kleine Raumwunder nutzen die Gohrischer nun nicht nur zum Spielen. "Wir essen darin auch zusammen Abendbrot", sagt Hänsel.

Frühling hat lange zu knabbern

Der Familienvater hofft, dass das Iglu den frühlingshaften Temperaturen, die in dieser Woche erwartet werden, lange trotzen wird. Mindestens bis in den März hinein. Ob diese Prognose halten wird? Der Gohrischer ist zuversichtlich. Denn schon 2017 hat seine Familie ein riesiges Iglu in den eigenen Vorgarten gebaut. "Damals hatte aber der Schnee keine gute Konsistenz", erinnert sich Tilo Hänsel. Deshalb hielt das Bauwerk auch nicht so lange. Das jetzt gebaute Riesen-Iglu soll länger stehen. "Der Schnee ist so zusammengepresst, dass die Wände fast schon so hart wie Eis sind", sagt er. Daran hat der Frühling jedenfalls lange zu knabbern.

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