merken
PLUS Sebnitz

Was macht eine Glasarche in Hohnstein?

Zum Abschluss des 30-jährigen Nationalparkjubiläums macht die Glasarche in der Burgstadt halt. Ganz im Sinne des biblischen Symbols.

Für neue Perspektiven und Denkanstöße sorgte die Glasarche an allen Orten, wo sie aufgebaut wurde, so nun auch in Hohnstein. Holzkünstler Christian Schmidt (l.) und Rainer Helms vom Landschaftspflegeverein.
Für neue Perspektiven und Denkanstöße sorgte die Glasarche an allen Orten, wo sie aufgebaut wurde, so nun auch in Hohnstein. Holzkünstler Christian Schmidt (l.) und Rainer Helms vom Landschaftspflegeverein. © Foto: Marko Förster

Staunende Blicke erntet derzeit eine riesige Hand auf dem Hohnsteiner Marktplatz unterhalb der Burg. Das Kunstwerk, die sogenannte "Glasarche 3" hat die Nationalparkverwaltung unterstützt durch die Stadt Hohnstein mit Bürgermeister Daniel Brade (SPD) auf ihrer Reise durch Deutschland in Hohnstein landen lassen. "Das ästhetische Kunstwerk soll den Jahresabschluss zum 30-jährigen Jubiläum des Nationalparks Sächsische Schweiz bilden und wird noch bis 7. Februar dort zu sehen sein", sagt Nationalparksprecher Hanspeter Mayr. Die Arche als starkes Symbol für den Schutz der Natur und den Erhalt aller Tierarten soll Denkanstöße liefern, analog zu dem Mahnmal gegen Gewaltherrschaft, auf dessen Vorplatz sie steht.

Rainer Helms, Verleiher und Protagonist der Glasarche sowie der Erbauer der vier Tonnen schweren Eichenholzhand, Christian Schmidt aus Rauschwitz, sehen die Glasarche als Mahnung an die Menschheit, ihrer Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt gerecht zu werden.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Im Zusammenspiel von Mensch und Naturschutz

„Die Idee, die Glasarche nach Hohnstein zu holen entstand neben einigen anderen Aktionen, aus Anlass des 30-jährigen Nationalpark-Jubiläums“, sagt Jörg Weber von der Nationalparkverwaltung. Er hat den Aufbau der tonnenschweren Skulptur mit organisiert. Die Glasarche symbolisiere das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Sie bringe zum Ausdruck, dass es alle in der Hand hätten und verantwortlich dafür seien, wie man mit der Natur umgehe. Daher freue man sich, dass es mit der Unterstützung von Hohnstein möglich war, dieses Zeichen in die Nationalparkregion zu holen.

Hohnstein habe den Platz für die Glasarche gern zur Verfügung gestellt, sagt Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Mit dieser Glasarche sei für ihn auch eine Aufgabe verbunden. "Gemeinsam mit dem Nationalpark möchten wir uns den Herausforderungen im Zusammenspiel von Mensch und Naturschutz stellen und Lösungen für die verschiedenen Bedürfnisse erarbeiten", sagt der Bürgermeister. Immerhin liegt der größte Teil des Territoriums von Hohnstein im Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet - mit allen Konsequenzen, die sich daraus für die Einwohner und die Stadt ergeben.

Ein Kunstprojekt über Grenzen hinweg

2016 startete die Glasarche vom Schlosspark in Zeitz ihre Reise. Inzwischen war sie schon an vielen Orten, wie Wien, Katowice, Dresden, Leipzig, Görlitz, den deutschen Nationalparks oder zuletzt in Halle an der Saale.

Die Idee der "Glasarche 3" geht auf ein Kunst- und Kommunikationsprojekt mit der ersten Glasarche im Grenzraum der Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava zurück. Dieses Kunstobjekt sorgte über mehrere Jahre entlang der deutsch-tschechischen Grenze für Begegnungen zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen Künstlern, Handwerkern und Naturschützern, zwischen dem Nationalpark und den Menschen vor Ort. „Als Stadt inmitten der Nationalparkregion Sächsische Schweiz gelegen ist Hohnstein ein perfekter Standort für diese Glasarche", sagt Rainer Helms. (SZ)

Mehr Nachrichten aus Hohnstein, Sebnitz, Neustadt und Stolpen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Sebnitz