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Hubschrauber kalkt den Wald in der Sächsischen Schweiz

Mehrere Tonnen des Pulvers werden rund um das Bielatal verteilt. Um Wanderer nicht zu gefährden, müssen einige Waldstücke gesperrt werden.

Von Katarina Gust
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Was rieselt denn da vom Himmel? Ein Hubschrauber verteilt Kalk über einem Waldstück.
Was rieselt denn da vom Himmel? Ein Hubschrauber verteilt Kalk über einem Waldstück. © Sachsenforst

Im August wird in der Sächsischen Schweiz der Wald gekalkt. In den Forstrevieren Rosenthal und Bielatal sollen ab dem 8. August insgesamt etwa 1.700 Tonnen Kalk im Wald verteilt werden, wie Kerstin Rödiger vom Forstbezirkes Neustadt mitteilt.

Lastwagen transportieren das gemahlene Dolomitgestein vorher an insgesamt 18 vorbereitete Lagerplätze, die sich im Wald östlich von Rosenthal-Bielatal befinden. Vom 8. bis voraussichtlich 23. August ist dann ein Hubschrauber der Firma Hetralog im Einsatz. Der Helikopter nimmt den Kalk an den Lagerstellen auf und wirft ihn möglichst gezielt über dem definierten Waldgebiet ab. Etwa zwei Wochen lang wird die Prozedur dauern. Je nach Witterung kann sich der Zeitraum verändern.

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Fluglärm bis in die Abendstunden möglich

Anwohner in Rosenthal-Bielatal, die nah an den betroffenen Wäldern leben, müssen sich auf Fluglärm einstellen. Insbesondere bei schönem Wetter werden die Helikopter bis in die Abendstunden in der Luft sein, um das Pensum zu schaffen, teilt der Forstbezirk Neustadt mit.

Der Kalk mit Magnesium- und Kalziumanteilen ist nicht gefährlich für Menschen und Tiere. Blätter und Boden können bis zum nächsten Regen weiß bestäubt aussehen. Auch Waldfrüchte können weiterhin gesammelt und gegessen werden. Sie müssen lediglich gründlich abgewaschen werden.

Während der Hubschrauberflüge müssen einige Wälder für Besucher gesperrt werden, damit sie nicht von eventuell größeren Kalksteinen getroffen werden. Die Sperrungen sind nur kurzfristig und tageweise, müssen jedoch aus Sicherheitsgründen unbedingt eingehalten werden. Betroffen sind folgende Wege: Im Revier Rosenthal der Taubenbrandweg, DAD-Weg, Försterweg, Marthenshohlweg sowie oberer Fuchsbachweg. Im Revier Bielatal wird die Winterleite bis zum Rotstein gesperrt.

Durch den Kalk soll der Boden entsäuert werden. Das gemahlene Dolomitgestein neutralisiert saure Einträge aus Luftschadstoffen im Boden, die das Feinwurzelsystem der Bäume schädigen. Pro Hektar werden etwa drei Tonnen Kalk verteilt. Eine Prozedur, die laut Sachsenforst etwa alle zehn Jahre wiederholt wird.

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