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Kommt der Grenzübergang bei Neustadt?

In Langburkersdorf wurden zwei Brücken saniert. Hinter der Grenze in Tschechien wurden die Straßen neu asphaltiert. In der Gerüchteküche brodelt es.

Über die Staatsstraße S 159 sollen die Fahrzeuge zum Grenzübergang rollen. Vom Tisch sind die Pläne offenbar noch nicht.
Über die Staatsstraße S 159 sollen die Fahrzeuge zum Grenzübergang rollen. Vom Tisch sind die Pläne offenbar noch nicht. © Steffen Unger

Kommt der Lkw-Grenzübergang in Langburkersdorf bei Neustadt oder kommt er nicht? Und wenn er kommt, wo wird die Zufahrt entlang führen? Mitten durch den Ort etwa, über die Staatsstraße? Oder wird doch eine Umgehungsstraße hinter dem Schloss gebaut? Eine Entscheidung ist noch immer nicht gefallen. Und deshalb sind das genau die Sorgen,  die die Einwohner in Langburkersdorf noch immer umtreiben. Sie werden sicherlich auch bei der am 5. Oktober stattfindenden Einwohnerversammlung eine Rolle spielen.

Vor nicht allzu langer Zeit sorgten Mitarbeiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr im Ort für Unruhe. In Langburkersdorf vermutete man, es waren Landvermesser, die bereits Grundstücke für eine mögliche Erweiterung der Trasse  prüfen sollen. Das stimmt so nicht ganz. Aber weitere Vorbereitungsarbeiten  fanden tatsächlich statt. So wurde untersucht, welche Tiere sich hier in der Umgebung der Trasse aufhalten, welche schützenswerten Pflanzen es gibt. Für die Anwohner sind solche Arbeiten jedes Mal ein Indiz dafür, dass die Straßenausbaupläne nicht vom Tisch sind. Und deshalb ist man auch im Neustädter Rathaus hellhörig geworden. 

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Ratsbeschluss gegen Zufahrt durch Langburkersdorf

Denn dort gibt es nach wie vor einen Stadtratsbeschluss. In diesem wird eindeutig der Ausbau der Staatsstraße durch den Ort Langburkersdorf in Richtung Grenze abgelehnt. Wenn schon Grenzübergang, dann mit einer Ortsumgehungsstraße. Also man ist nicht generell gegen einen Grenzübergang, aber dagegen, dass die Zufahrt durch den Ort führen würde. Die Straße durch Langburkersdorf ist viel zu schmal, schon gar nicht für Schwerlastverkehr geeignet, sagen die Einwohner. Dazu kommt, dass die Häuser meist dicht an der Straße stehen. Die Verkehrssicherheit für die Anwohner wäre  nicht mehr gegeben, befürchten sie. 

Die Pläne, dort einen Grenzübergang zu eröffnen, gibt schon seit der Wende. Auch Pläne für die Ortsumgehung liegen schon lange vor. Entschieden ist noch nichts, und eben das macht das Ganze für die Einwohner so schwierig.

Eines ist sicher, der Grenzverkehr, der jetzt in Richtung Sebnitz rollt, würde entzerrt. Ein Großteil würde dann in Langburkersdorf in den Schluckenauer Zipfel abbiegen, um sich den Umweg über Sebnitz zu sparen. Das Verkehrsaufkommen im Dorf wäre tatsächlich enorm. Auch aus diesem Grund spricht man sich schon länger gegen einen Ausbau der Straße durch den Ort aus.  Eine Aussage des Wirtschaftsministeriums, inwiefern diese  Pläne weiter verfolgt werden, steht noch aus. Deshalb ist auch noch kein Ende in dieser Geschichte abzusehen. Für die Langburkersdorfer bitter. Sie fordern endlich eine Entscheidung zum möglichen Grenzübergang. Alles andere würde nur weiter für Unruhe und Ängste im Ort sorgen.

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