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Pirna

Lilienstein: Umweltpraktikanten bauen Erlebnisstation

An der Sellnitz bauen Studenten einen Schafstall um - damit Besucher und Junior-Ranger mehr über die Natur der Sächsischen Schweiz lernen.

Umweltbildungsleiterin Margitta Jendrzejewski (l.) und Stefan Luhn, Filialdirektor der Commerzbank Pirna mit den Praktikanten Clara, Emma, Magda und Hannes an der Sellnitz.
Umweltbildungsleiterin Margitta Jendrzejewski (l.) und Stefan Luhn, Filialdirektor der Commerzbank Pirna mit den Praktikanten Clara, Emma, Magda und Hannes an der Sellnitz. © Foto: A. Schöntag

Sie haben den Schreibtisch ganz bewusst gegen die Natur getauscht: Fünf Studenten sind derzeit als Umweltpraktikanten im Nationalpark Sächsische Schweiz unterwegs, unter anderem an der Sellnitz, der Bildungsstätte des Nationalparks am Fuße des Liliensteins.

Hier halfen sie dabei, einen ehemaligen Schafstall umzugestalten. In dem Stall sollen die Besucher künftig eine Pause einlegen können, um die Aktivstationen auszuprobieren. Außerdem sollen hier die lokalen Junior-Ranger ein neues Domizil finden. In dem Stall wurden deshalb ein Heubett gebaut sowie Tische und Sitzgelegenheiten aufgestellt. Entstanden ist nun ein Ort, an dem Kinder lernen und forschen können.

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Möglich macht das Projekt die Commerzbank. Seit mehr als 20 Jahren gibt es im Rahmen des Umweltpraktikums bereits die Kooperation mit dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Bundesweit wird es in knapp 30 National- und Naturparks sowie Biosphärenreservaten angeboten. Die Commerzbank unterstützt die Studenten mit einem kleinen Entgelt und sorgt für die Unterkunft. Die Nationalparks übernehmen die fachliche Betreuung.

Abwechslung vom Uni-Stress

Auch in diesem Jahr gibt es die Zusammenarbeit. Drei Monate lang engagieren sich die Studenten Magdalena, Clara, Thabea, Hannes und Emma in der Sächsischen Schweiz. Drei Wochen haben sie am Schafstall an der Sellnitz gewerkelt. „Am schwersten war es, die Sandsteine aus der alten Mauer zu klopfen und in den Boden einzulassen“, sagt Magdalena, die Waldwirtschaft studiert und seit rund vier Wochen im Nationalpark ist.

Neuzugang Clara blickt voller Vorfreude auf die nächsten drei Monate. „Nach einigen anstrengenden Semestern mit viel Arbeit am Rechner war ein Praktikum im Nationalpark eine sehr willkommene Abwechslung“, sagt Clara, die derzeit in Berlin Biophysik studiert. Eineinhalb Jahre Corona-Studium und Online-Vorlesungen hätten den Studierenden viel abverlangt. Umso mehr freut sie sich über die Zeit an der frischen Luft.

Die fünf Umweltpraktikanten gestalten zudem Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche. Auch neue Programme kreieren sie. Emma und Magdalena haben zum Beispiel ein Insektenprogramm erstellt. Sie möchte die Kinder vor allem auf die Naturzusammenhänge aufmerksam machen und verdeutlichen, dass jedes einzelne Lebewesen für das Ökosystem wichtig ist. Dabei genießen sie es, ihren Sommer im Wald zu verbringen und Kinder für Natur- und Umweltthemen zu begeistern.

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Für Hannes und Thabea ist das Praktikum in der Sächsischen Schweiz bald vorbei. Neben den Bauarbeiten am Schafstall haben sie zusätzlich ein Konzept für die Gestaltung der Infostelle Eishaus auf dem Winterberg ausgearbeitet. „Das Thema Waldumbau kann ein Schlüssel zum Naturverständnis sein", sagt Hannes. Die vielen jungen Bäume unter den toten Fichten würden eindrücklich die Dynamik natürlicher Prozesse zeigen. "Ich hoffe, die Menschen schaffen es, dieses Wissen auf ihren Alltag zu übertragen, denn wir stecken mitten in der Klimakrise“, erklärt er.

Bewerbungen für 2022 ab Ende Oktober

Was die Studenten im Nationalpark bewegen, davon konnte sich kürzlich Stefan Luhn überzeugen. Der Filialdirektor der Commerzbank in Pirna und Dresden-Leuben schaute ihnen an der Sellnitz beim Arbeiten über die Schulter - und packte sogar selbst mit an.

Auch 2022 werden Stellen für das Umweltpraktikum im Nationalpark Sächsische Schweiz angeboten. Interessierte können sich ab dem 25. Oktober 2021 dafür bewerben unter www.umweltpraktikum.com/bewerbung/.

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