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Mann stürzt an Affensteinen 20 Meter ab

Der 44-Jährige war abseits der Wege unterwegs, als er einen Hang abrutschte. Die Bergwacht rettete ihn schwer verletzt. Auch am Bärenstein war ein Mann in Not.

Die Luftrettung musste einen abgestürzten Mann an den Affensteinen bergen.
Die Luftrettung musste einen abgestürzten Mann an den Affensteinen bergen. © Marko Förster

Zwei schwere Wanderunfälle haben sich am Freitag in der Sächsischen Schweiz ereignet und die Bergwacht auf den Plan gerufen.

Eine dreiköpfige Urlauberfamilie war am Nachmittag an der Oberen Affensteinpromenade unterwegs. Sie wollten gegen 15 Uhr nach dem Vorschlag einer Wander-App über den nicht markierten Wilden Weg zur Zeughausstraße absteigen, fanden jedoch nicht den richtigen Weg. In dem steilen und felsdurchsetzten Gelände rutschte der Vater aus, konnte sich nicht mehr halten und stürzte etwa 20 bis 25 Meter über einen Steilhang und mehrere Felsabsätze ab. Seine Partnerin verlor den 44-Jährigen aus den Augen, konnte jedoch über Rufe Kontakt aufnehmen. Sie wählte schließlich den Notruf.

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Sieben Kameraden der Bergwacht Bereitschaften aus Sebnitz und Bad Schandau fuhren zum Eingang am Großer Dom und machten sich von dort zu Fuß auf die Suche nach dem Mann. Rund 300 Meter oberhalb im Wilden Grund fanden sie den Abgestürzten schwer verletzt, aber bei Bewusstsein. Kurze Zeit später traf der alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen ein. Ein Notarzt konnte per Seilwinde zum Patienten abgelassen werden. Nach der Erstversorgung wurde der Urlauber in eine Dresdner Klinik geflogen. Die zur Familie gehörende Frau und ein Kind wurden von der Bergwacht über einen sicheren Abstieg ins Tal begleitet.

Fast zeitgleich gab es einen weiteren Einsatz für die Bergwacht. Am Bärenstein bei Naundorf (Struppen) hatte sich ein Wanderer in unwegsamem Gelände so verstiegen, dass er sich nicht mehr eigenständig aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Er hatte ebenfalls über die Rettungsleitstelle in Dresden Hilfe anfordert. Drei Kameraden der Bereitschaft Pirna kamen dem Mann zu Hilfe. Sie sicherten den 61-jährigen Wanderer beim Abstieg. Der Mann blieb bei der Aktion unverletzt.

Laut Bergwacht seien durch die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in kurzer Zeit deutlich mehr Besucher in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Damit hätten sich auch die Unfälle gemehrt. Die Retter empfehlen Besuchern, sich nur auf gesicherten Wegen zu bewegen und sich nicht selbst zu unterschätzen. Grundvoraussetzung für einen Ausflug ins Gebirge sei eine ordentliche Wanderausrüstung, Kartenmaterial und Beleuchtung.

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