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Pirna

Nach Unwetter: Aufräumen im Nationalpark

Der Starkregen in der Sächsischen Schweiz hat zahlreiche Wander- und Rettungswege beschädigt. Die Reparaturarbeiten laufen.

Kleiner Zschand im Nationalpark: Die schlimmsten Hochwasserschäden sind behoben, die Strecke ist wieder frei.
Kleiner Zschand im Nationalpark: Die schlimmsten Hochwasserschäden sind behoben, die Strecke ist wieder frei. © Mike Jäger

Das Unwetter vom 17. Juli hat auch im Nationalpark Sächsische Schweiz etliche Wege in Mitleidenschaft gezogen. Mehr als 50 Schadstellen hat die Nationalparkverwaltung mittlerweile festgestellt. Größere Schäden gibt es demnach unter anderem an einigen Rettungswegen, die Wassermassen haben die Wegekörper teils unterspült.

Insbesondere der Kleine Zschand, der Dietrichsgrund und das Knechtsbachtal sind betroffen. Im Kleinen Zschand, der als offizielle Umleitung für den wegen der Borkenkäferschäden gesperrten Großen Zschand gilt, sind die Hochwasserschäden inzwischen schon wieder behoben.

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Bereits seit letzten Montag sind Mitarbeiter des Nationalparks und beauftragte Firmen im Einsatz. Aktuell sind fünf Bagger zeitgleich bei der Arbeit, um vorrangig die Fahrwege und Zufahrten zu den Bauden, wie Altes Zeughaus oder Kuhstall zu reparieren.

Insgesamt sind die Wanderwege aber größtenteils nutzbar, betont die Nationalparkverwaltung. Alle wichtigen Ausflugsziele sind zu Fuß zu erreichen. Nur die Infostelle am Zeughaus muss aktuell noch geschlossen bleiben.

Vorübergehende Sperrung an der Kirnitzsch

Der Nationalpark bittet alle Besucher, die Hinweise im Gelände zu beachten und notfalls kleine Umwege in Kauf zu nehmen. "Bleiben Sie auf den Wegen und weichen Sie nicht ins Gelände aus", sagt Nationalparkchef Ulf Zimmermann. "Wir möchten verhindern, dass aufwendige Rettungsmaßnahmen notwendig werden, zu Ihrem und zum Schutz der Rettungskräfte."

Vorübergehend gesperrt ist seit dem 23. Juli der Wanderwegeabschnitt der alten Kirnitzschtalstraße zwischen Aschebloß und Thorwalder Brücke. Dort birgt die Landestalsperrenverwaltung Schwemmholz aus dem Fluss. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen dauern.

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Auf die Anzahl der unpassierbaren Wege wegen des Totholzes hat das Unwetter keine drastischen Auswirkungen gehabt. Laut Auskunft der Nationalparkverwaltung ist lediglich ein Abschnitt des Malerweges (der Roßsteig) durch zusammengebrochene Fichten unpassierbar geworden. Hier werde an einer schnellen Lösung gearbeitet. Der Weg soll Anfang August freigeschnitten werden.

Der aktuelle Stand ist immer zum Wochenende auf der Website des Nationalparks unter Wegeservice nachzulesen. Für Nachfragen ist das Wegeservicetelefon unter 035022-50240 täglich von 9 bis 18 Uhr erreichbar.

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