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Sächsische Schweiz - das gefährdete Paradies

Vor 30 Jahren wurde der Nationalpark gegründet und unter besonderen Schutz gestellt. Doch Millionen Menschen verlangen dem Gebirge das Äußerste ab.

Die Sächsische Schweiz lockt mit traumhaften Ausichten wie auf den Hoher Torstein und den Falkenstein. Insgesamt gibt es im Nationalpark 755 Felsengipfel und 516 Kilometer Wegenetz.
Die Sächsische Schweiz lockt mit traumhaften Ausichten wie auf den Hoher Torstein und den Falkenstein. Insgesamt gibt es im Nationalpark 755 Felsengipfel und 516 Kilometer Wegenetz. © Frank Bienewald

Was für eine hübsche Kulisse die Sächsische Schweiz ist: Ein junger Ranger namens Jonas Waldek streift in der TV-Serie „Der Ranger – Paradies Heimat“ filmreif über die Wanderwege. Er erzählt von Konflikten mit seiner Familie und erlebt zwischen Bad Schandau, Wehlen, Rathen und Sebnitz unglaubliche Abenteuer.

Der ARD-Film ist eine Art Fortsetzung der ZDF-Serie „Forsthaus Falkenau“, die 2013 abgesetzt wurde. Was sich damals im Bayerischen Wald abspielte, funktioniert nun in Sachsen – wobei kein einziger Mime sächsisch spricht. Bis zu sechs Millionen Menschen haben beim letzten Film der Reihe aus ihren Fernsehsesseln in den telegenen Märchenwald geschaut, in dem sich Hauptdarsteller Philipp Danne irgendwann sogar mit einem Wolf trifft.

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Deutschlands einziger Felsen-Nationalpark

„Der Ranger – Paradies Heimat“ zeigt traumhafte Panoramen der sächsischen Landschaft, deren geologischer Ursprung vor über 180 Millionen Jahren liegt. Die jüngste Folge könnte mit Wohlwollen als Geschenk eines Jubiläums betrachtet werden. Denn seit 30 Jahren ist die Sächsische Schweiz Deutschlands einziger Felsen-Nationalpark. Am 12. September 1990 bekamen die 9.350 Hektar samt Kirnitzsch, Polenz und Grünbach, den Kiefern, Fichten und Tannen, den Buchen, Eichen, Eschen und Erlen den Status als Nationalpark. Insgesamt fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks stellte damals der Ministerrat der letzten DDR-Regierung auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik unter Schutz. Danach beschloss das Gremium, den sozialistischen Staat aufzulösen. Das Land verschwand, die Nationalparks blieben. Kritiker der Idee sagen bis heute, dies sei die letzte Rache der DDR-Umweltbewegung für die Wiedervereinigung gewesen.

Die Neue Wenzelswand, Fluchtwand und Gerbingspitze im Jahr 1964. Fotografiert hat das Elbsandsteingebirge über Jahrzehnte der Dresdner Fotograf Wolfgang Krammisch.
Die Neue Wenzelswand, Fluchtwand und Gerbingspitze im Jahr 1964. Fotografiert hat das Elbsandsteingebirge über Jahrzehnte der Dresdner Fotograf Wolfgang Krammisch. © Wolfgang Krammisch

Vergangenes Wochenende organisierte der Tourismusverband Sächsische Schweiz als werbewirksame Aktion ein Treffen zwischen dem TV-Ranger Philipp Danne und dem Nationalparkwächter Marko Hänsel. Der 47-jährige Sachse stellt gleich zu Beginn des Treffens mit dem 35-jährigen Rheinländer klar: „Hier gibt es keine Ranger. Wir sagen nach wie vor Nationalparkwächter, das versteht der Sachse.“ Und weiter: „Der Wolf wartet auch nicht auf ein therapeutisches Gespräch, sondern läuft weg, wenn ein Mensch kommt.“ Der Schauspieler hört interessiert zu, wandert mit dem Wächter von Hohnstein durch den Bärengarten, weiter durch den Halbengrund zur Gautschgrotte. Als Marko Hänsel 1990 in Sachsen Waldarbeiter lernte, da war justiziabel festgelegt, dass der überwiegende Teil der Sächsischen Schweiz „den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleisten soll. (…) Sie bezwecken keine wirtschaftsbestimmte Nutzung der Naturgüter.“ So steht es bis heute im sächsischen Naturschutzgesetz. Ziel der Nationalparkentwicklung war es, 75 Prozent der Fläche so zu gestalten, dass sie der Mensch nicht mehr beeinflusst. Allerdings: „Vor 30 Jahren bestand der Nationalpark aus 75 Prozent naturferner Fichtenforste“, erklärt Marko Hänsel. Fachleute seien deshalb 1990 davon ausgegangen, dass 40 Jahre erforderlich wären, um den Wald im Nationalpark umzubauen und naturnäher zu gestalten. „Dieses Ziel ist jetzt schon, nach 30 Jahren, erreicht“, sagt Hänsel. Ende der 1990er-Jahre absolvierte er eine Ausbildung zum Natur- und Landschaftspfleger und arbeitet seit 2003 in der Nationalparkwacht.

Übernachten in der Natur - ein Problem

Gleich am Eingang zum Wald unterhalb der Burg Hohnstein zeigt der Wächter dem TV-Ranger eine Neuerung. „Hier ist eine Lichtschranke, um zu zählen, wie viele Besucherinnen und Besucher in den Nationalpark kommen“, sagt Hänsel. 26 dieser Zählgeräte wurden kürzlich von der Nationalparkverwaltung aufgestellt. „Wie viele Zugänge zum Park gibt es denn?“, fragt der Schauspieler. „110 offizielle und etwa 90 kleinere Eingänge“, antwortet der Nationalparkwächter. Am Weg zur Bastei habe man allein im vergangenen August 36.000 Gäste gezählt, hier in Hohnstein am Bärengarten 4.000. Nicht allen gefallen die Lichtschranken: Einige wurden schon zerstört.

Seit 1990 steigen die Zahlen der Besucherinnen und Besucher kontinuierlich an. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz registrierte für 2019 insgesamt 1,78 Millionen Übernachtungen in Hotels ab zehn Betten. 1992 waren es 695. Etwa 1,6 Millionen Gäste übernachteten vergangenes Jahr zudem bei privaten Kleinvermietern und rund sieben Millionen Tagestouristen besuchten im Sommer 2019 das Elbsandsteingebirge. So viele wie noch nie seit 1990. In diesem Corona-Jahr steigt diese Zahl seit Ende Juni weiter rasant an. Ein Problem sei die nächtliche Anwesenheit von Besuchern im Park, warnt seit Jahren die Nationalparkverwaltung. 2017 wurden 21.000 in der Natur übernachtende Menschen gezählt. Am Freitag sagte der Sprecher des Nationalparks Hanspeter Mayr: „Das muss reduziert werden, damit vor allem in der Brut- und Setzzeit von Mitte März bis Juni geschützte Arten ausreichend ungestört sind und ihre Jungtiere aufziehen können.“

Sieben Millionen Tagestouristen besuchten 2019 das Elbsandsteingebirge. Die Bastei ist besonders stark frequentiert.
Sieben Millionen Tagestouristen besuchten 2019 das Elbsandsteingebirge. Die Bastei ist besonders stark frequentiert. © Imago-Images/Unger

Nun ist es so: Der Sachse übernachtet nicht, er booft. So nennt sich das Kampieren ohne Zelt im Elbsandsteingebirge, einzig geschützt durch Felsvorsprünge oder Höhlen. In der DDR war Boofen wie Ausganghaben aus dem Regelwerk des Mauerkäfigs. Seit Jahren wird es immer mehr eingeschränkt. Auch Kletterer beschweren sich, dass sie nicht immer ungehindert an die Felsen kommen. In der Kernzone sind seit der Existenz der Nationalparkverwalter Pfade eingeschränkt worden.

516 Kilometer Wegenetz, 755 Felsgipfel und traumhafte Aussichten locken in das Erholungsgebiet. Schon bei der Gründung des Nationalparks wies der damalige Aufbauleiter und erster Chef des Nationalparks, Jürgen Stein, darauf hin, dass Ärger programmiert sei. Er sagt heute: „Millionen Gäste im drittkleinsten Nationalpark Deutschlands bringen das Gebiet an seine Belastungsgrenze oder haben diese längst überschritten.“ Er weist darauf hin, dass es ein langer Weg zum Nationalpark gewesen sei und dann alles ganz schnell gehen musste: „Eine Sturzgeburt nach fast 40-jähriger Schwangerschaft.“

Ohne Begründung versetzt

Doch der Prozess dauerte genau genommen viel länger. 1909 gründete sich der „Verein Naturschutzpark e. V.“, um die Landschaft zu schützen. Der erste Nationalparkplan der DDR für die Sächsische Schweiz stammt aus dem Jahr 1954. Die Regierung in Ost-Berlin stimmte dem nicht zu, aber immerhin wurde das Elbsandsteingebirge zum Landschaftschutzgebiet erklärt. Dass in der DDR die Nationalparkidee abgeschmettert wurde, mag auch daran gelegen haben, dass sie ursprünglich von den Amerikanern stammt. 1872 billigte der US-Kongress die Schaffung des Nationalparks Yellowstone in den Rocky Mountains. Den ersten deutschen Nationalpark gab es knapp 100 Jahre später. Das war der Nationalpark Bayerischer Wald.

Auch 1990 sei die Gründung in Sachsen nicht einfach gewesen, meint Jürgen Stein. „Ein Teil der Naturschützer befürchteten, es würde zu einer Teilung zwischen Nationalpark und Naturschutzgebiet kommen. Das konnten wir ausräumen. Außerdem fühlte sich der damalige Landrat übergangen und wollte gegen die Gründung des Nationalparks sogar beim Bundesverfassungsgericht Klage einreichen. Konfliktfrei war die Zeit nie.“ 20 Jahre lang leitete der Naturschützer die Verwaltung und wurde kurz nach dem Hochwasser im Kirnitzschtal 2010 plötzlich versetzt. „Ich weiß bis heute nicht genau den Grund dafür, aber mir wurde immer wieder gesagt, ich habe angeblich zu viel Naturschutz gemacht“, sagt Stein. 2010 hatte es heftige Kritik an ihm gegeben. Treibholz richtete im August während des Hochwassers im Kirnitzschtal mächtige Schäden an. Der Frust darüber kochte hoch, Anwohner und Tourismusfirmen bauten politischen Druck für eine Änderung im Management des Nationalparks auf. Heftig diskutiert wurden die Wanderverbote und Einschränkungen für Kletterer. Persönliche Reibereien gab es deshalb zwischen dem Ehrenvorsitzenden des Sächsischen Bergsteigerbunds und dem Nationalparkchef. Bei einer Regionalvisite bekam der damalige Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) den Ärger zu spüren. Kurz danach musste Jürgen Stein von einem Tag auf den anderen seinen Posten räumen.

Schauspieler Philipp Danne und Nationalparkwächter Marko Hänsel auf dem Weg zur Gautschgrotte.
Schauspieler Philipp Danne und Nationalparkwächter Marko Hänsel auf dem Weg zur Gautschgrotte. © Marko Förster

Seit zehn Jahren leitet er nun das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide/Gohrischheide Zeithain, hat aber die Verbindung in den Nationalpark Sächsische Schweiz nie aufgegeben. So weist er darauf hin, dass es bis zum heutige Tag nicht gelungen sei, ein sinnvolles Verkehrskonzept für die Sächsischen Schweiz zu entwickeln. „Längst hätte man zum Beispiel eine verkehrsberuhigende Lösung für das Kirnitzschtal finden müssen, aber der Freistaat knickt immer wieder vor den Interessen der Tourismusindustrie ein“, sagt er. „Sollten die Besucherströme so anhalten wie unter den aktuellen Verhältnissen der Corona-Pandemie, müssen großräumige Verkehrslösungen mit Park-and-Ride-Angeboten zur Entlastung des Nationalparkgebiets geschaffen werden“, erklärte am Freitag der Sprecher des sächsischen Umweltministeriums, Robert Schimke. Rund 350.000 Euro werden jedes Jahr in die touristische Infrastruktur investiert, etwa in Wege und Beschilderung. Dadurch könne gewährleistet werden, dass die meisten Besucher auf den Wegen bleiben – und der Lebensraum geschützter Pflanzen- und Tierarten nicht durch Erosion gefährdet wird.

Der Wanderfalke kehrte zurück

Jürgen Stein sagt: „Im Elbsandsteingebirge verstand sich die junge Nationalparkverwaltung von Anfang an auch als Unterstützerin für die Gründung eines Nationalparks in der Böhmischen Schweiz. Dies gelang den tschechischen Kollegen zehn Jahre später, sodass heute insgesamt 16.550 Hektar grenzübergreifend geschützt sind und eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Verwaltungen besteht.“ Positiv sei zudem, dass es gelang, den Bestand der ursprünglich aus Sachsen stammenden Weißtannen zu sichern. Seit 1993 wurden mehrere 100.000 dieser Bäume angepflanzt. Auch Wanderfalken seien zurückgekehrt. Ab dem Frühjahr 1972 galt der Vogel als ausgestorben. 77 Vögel wurden zwischen 1990 und 1996 ausgewildert. Dieses Jahr brüteten 14 Paare. Insgesamt leben in dem Park 168 Wirbeltierarten und es wachsen 457 verschiedene Blütenpflanzen.

Nationalparkwächter Marko Hänsel wandert mit Schauspieler Philipp Danne weiter. Der Kölner will wissen, wie sich der Borkenkäfer in die Stämme der Fichten bohrt und die Saftströme kappt, denn am Wegesrand liegen abgestorbene Stümpfe. Hänsel erklärt, dass im 19. Jahrhundert die Fichte auf freien Flächen vor allem als schnell wachsendes Nutzholz angebaut wurde, aber ursprünglich gar nicht ins Elbsandsteingebirge gehöre. Die flachen Wurzeln könnten in trockenen Zeiten viel zu wenig Wasser aufnehmen. „Das ist aber kein Waldsterben. Vor allem in der Hinteren Sächsischen Schweiz steht ein großer Waldumbau bevor“, sagt der Sachse. Wer in die Gegend rund um Lohmen schaue, der könne sehr schnell erkennen, dass dort vor Jahren dieser Umbau bereits erfolgreich umgesetzt worden sei. „Laubbäume verkraften hervorragend auch mal trockenere Zeiten“, erklärt er. Es gehöre zu den Aufgaben der Wächter, dafür zu sorgen, dass morsche Bäume keine Wandernden erschlagen. Das Forstamt müsse informiert werden und gefährliche Äste absägen. Unter dem Schutz der abgestorbenen Stämme entstehe selbstständig eine neue Waldgeneration. So seien bereits zwölf Baumarten gezählt worden, die sich von allein ansiedelten.

Mal ganz ohne Anzug: Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Gesundheitsminister Jens Spahn im Juni 2020 mit ihren Partnern bei einer Pause im Schrammsteingebiet.
Mal ganz ohne Anzug: Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Gesundheitsminister Jens Spahn im Juni 2020 mit ihren Partnern bei einer Pause im Schrammsteingebiet. © Matthias Rietschel

Nationalparkwächter Hänsel sagt: „Wir beraten die Besucherinnen und Besucher, informieren – und manchmal sanktionieren wir.“ Um Feuer zu verhindern, gehe er auch mal mit der Polizei auf Streife, sogar ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera flog über den Park, um Brandherde zu finden. Mit Erfolg: 2018 gab es noch 17 Waldbrände, 2019 insgesamt fünf und dieses Jahr erst zwei. 13 Nationalparkwächter seien zurzeit unterwegs. Im Nationalparkprogramm stehe allerdings laut Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Nationalparkregion Sächsische Schweiz vom 23. Oktober 2003: „Mittelfristig soll die Anzahl der Naturschutzwarte im Nationalpark auf mindestens 23 erhöht werden.“ Passiert ist das nicht.

Harsche Kritik an der Personalpolitik des Freistaates übt Michael Succow. Im März 1990 wurde der Biologe und Agrarwissenschaftler für wenige Monate stellvertretender Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR. Der inzwischen emeritierte Professor war damit für Ressourcenschutz und Landnutzungsplanung verantwortlich. Intensiv betrieb er die Gründung der Nationalparks in Staatsjagdgebieten, auf Truppenübungsplätzen, auf den Grenzstreifen zur BRD sowie in der Sächsischen Schweiz. Seit 30 Jahren verfolgt er die Entwicklung des Nationalparks mit großer Anteilnahme und wandert zum 30. Jubiläum am 12. September mit Jürgen Stein durch die Berge.

Das Tafelsilber der Deutschen Einheit

Succow kritisiert, dass der Nationalpark nicht wie am Anfang direkt dem sächsischen Umweltministerium untersteht, sondern seit 2003 dem Sachsenforst. Hier gebe es einfach unterschiedliche Interessen. „Der Forst will doch Holz rausholen und der Nationalpark möchte das Holz behalten“, sagt er. „Die Nationalparks waren das Tafelsilber der Deutschen Einheit, so sagte es damals der bundesdeutsche Umweltminister Klaus Töpfer und hatte recht“, sagt Succo.

TV-Ranger Philipp Danne dankt dem Wächter Marko Hänsel für die Wanderung. „Hab echt viel gelernt“, sagt er. „Die ersten beiden Filme sind übrigens gerade nach Italien verkauft worden. Vielleicht kommen ja bald auch viele Gäste aus dem sonnigen Süden in die schöne Sächsische Schweiz.“

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Auf den Kletterfelsen stehen in kleinen Kästen Gipfelbücher. Wer das erste Mal im Jahr oben ankommt, der darf einen Spruch eintragen. Im Buch auf dem Meurerturm stand 1989: „Es ist unerträglich, in einem Land zu leben, in dem man keinen Humor kennt. Aber noch unerträglicher ist ein Land, in dem man Humor braucht.“ Auf dem Schrammsteinwächter stand 1994: „Der Nationalpark wird kommen und gehen, aber die Boofen werden ewig bleiben.“ Und bis heute gilt ein Spruch aus DDR-Zeiten: „Ich liebe meine Berge, und das mit gutem Recht: Hier oben bin ich König, da unten bin ich Knecht.“

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