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Nationalparkregion: Hubschrauber kalkt den Wald

Mehrere Tonnen des Pulvers werden am Kleinen und Großen Zschirnstein verteilt. Um Wanderer nicht zu gefährden, müssen einige Waldstücke gesperrt werden.

Was fliegt denn da? Ein Hubschrauber mit Kalk an Bord.
Was fliegt denn da? Ein Hubschrauber mit Kalk an Bord. © Egbert Kamprath

Ab Montag wird in der Sächsischen Schweiz der Wald gekalkt. In den Forstrevieren Reinhardtsdorf, Cunnersdorf bei Gohrisch und Rosenthal sollen insgesamt etwa 2,4 Tonnen Kalk im Wald verteilt werden. Konkret geht es um die Region westlich und östlich des Kleinen und Großen Zschirnsteins, wie Kerstin Rödiger vom Forstbezirkes Neustadt mitteilt.

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Lastwagen transportieren das gemahlene Dolomitgestein ab dem 9. August an insgesamt 42 vorbereitete Lagerplätze. Ab Mittwoch übernehmen dann zwei Hubschrauber der Firma Hetralog die Arbeit. Die Helikopter nehmen den Kalk an den Lagerstellen auf und werfen ihn möglichst gezielt über dem definierten Waldgebiet ab. Etwa vier Wochen lang wird die Prozedur dauern. Je nach Witterung kann sich der Zeitraum auch verkürzen.

Fluglärm bis in die Abendstunden

Anwohner von Gohrisch und Reinhardtsdorf-Schöna, die nah an den betroffenen Wäldern leben, müssen sich auf Fluglärm einstellen. Insbesondere bei schönem Wetter werden die Helikopter bis in die Abendstunden in der Luft sein, um das Pensum zu schaffen, teilt der Forstbezirk Neustadt mit.

Der Kalk mit Magnesium- und Kalziumanteilen ist nicht gefährlich für Menschen und Tiere. Blätter und Boden können bis zum nächsten Regen weiß bestäubt aussehen. Auch Waldfrüchte können weiterhin gesammelt und gegessen werden. Sie müssen lediglich gründlich abgewaschen werden.

Während der Hubschrauberflüge müssen einige Wälder für Besucher gesperrt werden, damit sie nicht von eventuell größeren Kalkklumpen getroffen werden. Die Sperrungen sind jedoch nur kurzfristig und tageweise. Betroffen sind unter anderem folgende Wege: Lange 5, DAD-Weg-Auerhahnschneise, Buchenparkplatz und die südlich abgehenden Forstwege sowie Koppelberge mit Hofeweg, Oberer Krippenbachweg, Gliede, Schifferweg, Wiesenweg, Marktweg, Mühlweg südlich des Wolfsbergs, Mühlgrund, Salzleckenweg, Schlosserhübel, Pröhlitzsch, Dreibuchernweg sowie Gelobtweg.

Die Kalkung des Bodens soll ihn entsäuern. Die Nadeln der Bäume bilden am Boden einen sauren Rohhumus, den die Bodenlebewesen nicht zersetzen und in dem nur bestimmte Pflanzen wachsen.

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