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Neustädter Martinstags-Aktion kritisiert

Die Kirchgemeinde und die Feuerwehr haben einen tollen Ersatz des abgesagten Martinsumzuges geboten. Jetzt gibt es aber auch ernste Stimmen.

Alles abgesagt. Kein Wunder, dass der Ersatz für den Martinsumzug viele Menschen nach Neustadt gelockt hatte.
Alles abgesagt. Kein Wunder, dass der Ersatz für den Martinsumzug viele Menschen nach Neustadt gelockt hatte. © Steffen Unger

Strahlende Kinderaugen, fröhliche Menschen waren am Abend des 11. November in Neustadt zu sehen. Dafür hatten die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Neustadt gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr gesorgt. Die komplette Mannschaft war mit ihren Fahrzeugen mit Martinshorn und Martinshörnchen ausgerückt, um in der Stadt wenigstens etwas Martinsfeststimmung zu verbreiten. Denn auch in Neustadt musste der Martinsumzug coronabedingt ausfallen. Pfarrer Sören Schellenberger hatte deshalb auch die Idee zu dem Umzug einer etwas anderen Art. Dafür erntete er, wie auch die Feuerwehr viel Lob.

Allerdings gibt es nun auch kritische Stimmen vor allem auf die in den sozialen Netzwerken kursierenden eher verstörend wirkenden Fotos und Videos. Darauf zu sehen sind Menschen, dicht gedrängt zum Teil ohne Mund- und Nasenbedeckung auf dem Marktplatz von Neustadt. Von Abstand halten und Rücksicht nehmen, hielten hier offenbar nicht viele etwas, wird zum Beispiel kritisiert. Diese Situation wollte man jedoch vermeiden. Aus diesem Grund wurde der Feuerwehrkonvoi durch die Stadt geschickt. Die Menschen sollten sich an die Straße stellen, in Familie und mit Abstand. 

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Feuerwehraufenthalt spontan verkürzt

Entlang der Fahrtroute hat das offenbar auch funktioniert, doch augenscheinlich nicht auf dem Marktplatz. Weshalb sich dort so viele Menschen aufgehalten haben, kann sich Pfarrer Sören Schellenberger nicht erklären. "Das hängt möglicherweise auch mit der Beleuchtung des zentralen Platzes zusammen. Wir haben den Aufenthalt des Konvois spontan verkürzt, um eine Entzerrung zu gewährleisten", sagt er.

Möglicherweise waren auch deshalb mehr Menschen als vorhergesehen auf dem Markt, weil ja in der Umgebung alle Martinsumzüge abgesagt waren und diese Aktion als schöne Ersatzveranstaltung für die Kinder betrachtet wurde. "Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass sich die Anwesenden besser auf die gesamte Route verteilt hätten", sagt Pfarrer Schellenberger.

Darüber hinaus habe die Feuerwehr in Absprache mit ihm, mehrmals per Lautsprecher auf die Einhaltung der Abstände und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verwiesen. "Alle Helfer haben diese getragen und immer wieder auch in konkreten Ansprachen Anwesende darauf hingewiesen. Der Schutz der Gesundheit aller war uns ein wichtiges Anliegen, das wir miteinander umgesetzt haben", sagt er.  Der Abend sei, aus seiner Sicht, gut verlaufen. Dies gelte insbesondere auch für die Frage nach den erforderlichen Schutzmaßnahmen. Auf diese hatte er als Veranstalter bereits im Vorfeld hingewiesen. 

Und offenbar war das für die Neustadt auch eine willkommene Abwechslung. Denn auch das sonst bei den Kindern beliebte Öffnen der Adventskalendertürchen und natürlich auch der Weihnachtsmarkt sind abgesagt. Andere Aktionen wird es also bis Weihnachten in Neustadt nicht geben.

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