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Sächsische Schweiz: Bitte umsteigen!

Urlauber und Tagesgäste sollen im Elbsandsteingebirge möglichst Bus und Bahn nutzen. Jetzt erscheint der neue Wanderfahrplan mit allen Verbindungen.

Mit der S-Bahn stressfrei in die Felsenwelt: Gabriele Clauss vom VVO, Nationalparkchef Ulf Zimmermann, und Tino Richter (v.l.) vom Tourismusverband.
Mit der S-Bahn stressfrei in die Felsenwelt: Gabriele Clauss vom VVO, Nationalparkchef Ulf Zimmermann, und Tino Richter (v.l.) vom Tourismusverband. © Sven Ellger

Nationalparkleiter Ulf Zimmermann ist zur Vorstellung der Fahrplanbroschüre eigens von Bad Schandau an den Dresdner Hauptbahnhof gefahren - natürlich mit der S-Bahn. Die Linie S1 durch das Elbtal ist nach wie vor das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs zwischen der sächsischen Landeshauptstadt und den beliebten Wander-, Kletter- und Ausflugszielen im Elbsandsteingebirge.

Exakt 44 Minuten braucht die S-Bahn vom Hauptbahnhof Dresden bis zum Nationalparkbahnhof Bad Schandau. Die Strecke ist mit dem Auto nicht schneller zu bewältigen, von der nervigen Parkplatzsuche in den engen Tälern oder der Rückfahrt, die ob des Staus am Nachmittag in Pirna schnell doppelt so lange dauern kann, gar nicht zu sprechen.

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"Es ist unser Ziel, dass wir möglichst viele Gäste zum Umstieg auf dem öffentlichen Nahverkehr bewegen", sagt Zimmermann. Das mache den Ausflug in die Sächsische Schweiz für die Besucher entspannter und sei besser für die Umwelt. Dafür wolle man mehr attraktive Angebote entwickeln.

Ringbus bindet Parkplätze am Rand des Nationalparks an

Eines davon ein Ringbus (bestehend aus den Linien 241 und 260), der die Panoramadörfer Lichtenhain, Mittelndorf und Altendorf mit dem Kirnitzschtal verbindet. Wer beispielsweise aus Richtung Bautzen anreist, kann sein Auto schon auf einem der dortigen Parkplätze abstellen.

Einen besonderen Charme haben allerdings Wanderungen, die nicht am gleichen Ort enden müssen, an dem sie begonnen haben - dem Parkplatz -, sondern von A nach B führen, erklärt Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbands Sächsische Schweiz. Das macht den großen Vorteil von Bus und Bahn aus. Die Wanderbusse in der Sächsischen Schweiz fahren fast alle im Stundentakt, außerdem können Fähren, Wanderschiffe und Züge kombiniert werden.

Wanderfahrplan liegt jetzt aus

All diese Angebote sind in dem neuen Wanderfahrplan vereint, zusammen mit ausklappbaren Übersichtskarten für das Gebiet - grenzüberschreitend für die Sächsisch-Böhmische Schweiz. Die 60-seitige Broschüre im handlichen Taschenformat hat eine Auflage von 49.000 Exemplaren und liegt ab sofort in Touristinformationen, Bahnhöfen und bei zahlreichen Vermietern und Unterkünften aus.

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) setzt nach den pandemiebedingten Einnahmeverlusten alles daran, möglichst viele Fahrgäste zurückzugewinnen, erklärt Marketingleiterin Gabriele Clauss. Während der Sommerferien können Besitzer von Monatskarten oder Jobtickets nicht nur in ihrer gebuchten Tarifzone, sondern im gesamten Verbundgebiet fahren. An jedem Mittwoch in den Sommerferien gilt die Familien­tageskarte für 10 Euro ebenfalls für alle Tarifzonen zwischen Riesa, Hoyerswerda, Schmilka und Altenberg.

Kirnitzschtalbahn nach Unwetter noch außer Betrieb

Der Tourismusverband empfiehlt Urlaubern von außerhalb schon länger, ihr Auto nach der Anreise an der Unterkunft stehen zu lassen und hat dafür die Gästekarte mobil entwickelt. Touristen können damit sämtliche Nahverkehrsmittel kostenfrei nutzen, bezahlt wird das über die Kurtaxe. Aktuell gilt dieser Service schon für Urlauber mit Unterkunft in Pirna, Sebnitz und Königstein, ab 2022 ziehen Bad Schandau, Rathmannsdorf und Reinhardtsdorf-Schöna nach.

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