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Pirna

Sächsische Schweiz: Nationalpark wieder offen

Nach dem Sturm sind zumindest fast alle Rettungswege freigeschnitten. Vorsicht ist in den Wäldern des Elbsandsteingebirges aber weiter angesagt.

Die Sperrung des Nationalparks ist aufgehoben. Eine Gefahr durch instabile Bäume bleibt.
Die Sperrung des Nationalparks ist aufgehoben. Eine Gefahr durch instabile Bäume bleibt. © Marko Förster

Die Sperrung der Wälder im Nationalpark Sächsische Schweiz ist ab dem 28. Oktober wieder aufgehoben. Das teilt die Nationalparkverwaltung mit. Dank des Einsatzes aller verfügbaren Mitarbeiter sowie umfangreicher Technik des Sachsenforsts und privater Unternehmer konnten beinahe alle durch den jüngsten Sturm blockierten Rettungswege wieder freigeschnitten werden. Lediglich der Weg am Holzlagerplatz in Schmilka bleibt noch gesperrt. Dort müssen größere Schäden repariert werden.

Nach dem Sturm am 21. Oktober hatte die Nationalparkverwaltung den Wald aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Zahlreiche abgestorbene Fichten waren umgebrochen und auf die Wege gestürzt. Für Besucher bestand Lebensgefahr.

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Eine Woche nach dem Sturm können Lothar Andrä und seine Kollegen von der Nationalparkwacht die Absperrbänder an den Eingängen in den Nationalpark wieder einrollen.
Eine Woche nach dem Sturm können Lothar Andrä und seine Kollegen von der Nationalparkwacht die Absperrbänder an den Eingängen in den Nationalpark wieder einrollen. © Nationalpark/Hanspeter Mayr

Die Sperrung sei in enger Absprache mit weiteren Fachbehörden sowie mit dem Ordnungsamt des Landkreises erfolgt. "Wir sind froh, dass es nach unserem Kenntnisstand zu keinen Schäden an Mensch oder Tier gekommen ist und sehen das als eine Bestätigung für unser Vorgehen", sagt Nationalparkchef Ulf Zimmermann.

Es sei zunächst darum gegangen, den Zugang für Rettungskräfte schnellstmöglich wieder zu ermöglichen. Jetzt sollen sich die Arbeiten wieder auf das Freischneiden der Wanderwege konzentrieren. Nicht wenige Waldbesucher hatten die Sperrung am Wochenende ignoriert und waren trotzdem wandern gegangen.

Wieder mehr Wege unpassierbar

Auf den Wanderwegen ist die Gefahr weiterhin sehr hoch, warnt die Nationalparkverwaltung. Insbesondere dort, wo viele abgestorbene Fichten stehen. "Nach dem Sturm können jederzeit hängengebliebene Äste oder Baumspitzen unvermittelt abstürzen oder instabile Bäume umbrechen und Wanderer erheblich verletzen", erklären die Forstexperten. Auch bereits liegendes Holz könne jederzeit nachgeben. Grundsätzlich erfolge das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr.

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Die Zahl der zugebrochenen Wege im Nationalpark hat sich durch den Sturm wieder erhöht. Aktuell gelten rund 42 Kilometer von 400 Kilometern markierter Wanderwege als unpassierbar. Vor dem Sturm war die Strecke schon auf 13 Kilometer gesunken. Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht ist auf der Website des Nationalparks zu finden.

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