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Sächsische Schweiz: Das sind die Gästelieblinge

Von den drei Landessiegern kommen gleich zwei aus dem Landkreis SOE. Sie sind tatsächlich keine Unbekannten.

Christian Heinze und Barbora Jakob von der Pension Goldstück freuen sich, dass die Pension zum zweiten Mal auf Landesebene zum Gästeliebling gewählt wurde.
Christian Heinze und Barbora Jakob von der Pension Goldstück freuen sich, dass die Pension zum zweiten Mal auf Landesebene zum Gästeliebling gewählt wurde. © Steffen Unger

Onlinebewertungen sind Spiegel der Gästezufriedenheit und mittlerweile eine der wichtigsten Entscheidungshilfen bei der Wahl der richtigen Unterkunft. Zu über 2.800 sächsischen Beherbergungsbetrieben ließen sich im letzten Jahr bereits Onlinebewertungen im Internet finden. 1.031 davon wurden von mindestens 70 Gästen im Netz bewertet und erfüllten damit die Teilnahmevoraussetzung für den Wettbewerb Gästeliebling des Tourismusverbandes Sachsen.

Die Gewinner stehen fest. Von den drei Landessiegern kommen zwei aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: die Pension Goldstück in Bad Schandau sowie das Landhotel Zum Erbgericht in Heeselicht.

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Pension Goldstück Bad Schandau

Nach 2019 wurde die Pension zum zweiten Mal Landessieger des Wettbewerbs. Darüber sei man sehr stolz und glücklich, sagt Christian Heinze, der gemeinsam mit Barbora Jakob die Pension Goldstück führt, zu der auch die Gaststätte "Zum Roten Haus" gehört. Die wiederholte Auszeichnung sei gerade in diesen Corona-Krisen-Jahren natürlich Dank und Anerkennung für Gästebetreuung und Unterbringung und eine Anerkennung der Gastgeber mit Herz, Leidenschaft und Fleiß.

Für sie als kleine Pension bedeute die Auszeichnung viel. Sie sei zum einen der Verdienst der vielen Gäste und zum anderen der Familie, allen voran der kleinen Tochter Kate. Sie reicht den Gästen zum Frühstück gerne die Kaffeekanne. Und sie sei natürlich ein Verdienst der Mitarbeiter im Gasthaus & Pension „Zum Roten Haus“. Christian Heinze kündigte da für das kommende Jahr einen Generationswechsel an.

"Für das kommende Urlaubsjahr in den Sommermonaten machen wir uns kaum Gedanken, wichtig ist für uns alle die Nebensaison. Bei der Positionierung der Winterkampagne vom Tourismusverband sind wir als Pension und mit unserem Gasthaus auch wieder dabei und hoffen sehnlichst, dass wir diese in diesem Jahr wieder betreiben dürfen, auch in Hinblick für unsere Mitarbeiter", sagt Christian Heinze. Derzeit laufe es gut.

Aber auch er macht sich, wie viele andere in der Branche, Sorgen um die Zukunft. Er kritisiert vor allem, dass sie als Privatvermieter ohne Gewerbeschein von jeglichen staatlichen Corona-Hilfen ausgeschlossen waren. Für 2022 wünscht er sich Perspektiven und Planungssicherheit, damit ein gewisses Maß an Normalität wieder einkehrt.

Bei allen Aspekten im Bereich der Kunden- und Serviceorientierung schneidet das Haus mit 100 von 100 möglichen Punkten im Wettbewerb ab.

Landhotel Zum Erbgericht Heeselicht

Das Landhotel Zum Erbgericht in Heeselicht steht ebenfalls ganz oben in der Gunst der Gäste. Landessieger im Wettbewerb um den Gästeliebling 2020 zu sein, ist für Philipp Haufe vom Landhotel eine sensationelle Auszeichnung für die gesamte Mannschaft, gerade auch in dieser Zeit. "Das ist der Wahnsinn. Für unser gesamtes Team ist der Sieg ein großer Ansporn", sagt er.

Vor allem für so ein kleines Haus wie das Landhotel wäre das eine besondere Würdigung. Denn in diesem Wettbewerb entscheidet ausschließlich der Gast. Das Hotel verfügt über 12 modern renovierte und top ausgestattete Zimmer. In dem dazugehörigen Restaurant kann man sich „den Gaumen so richtig verwöhnen lassen“, heißt es in einem Gäste-Feedback. Mit einer sehr hohen Antwortquote von 98 Prozent überzeugt das Haus im Wettbewerb.

Auch in der coronabedingten Schließzeit ließ man sich im Landhotel Zum Erbgericht in Heeselicht nicht unterkriegen. Hier Karsten Haufe (rechts) und sein Sohn Philipp mit dem berühmten Essen to go.
Auch in der coronabedingten Schließzeit ließ man sich im Landhotel Zum Erbgericht in Heeselicht nicht unterkriegen. Hier Karsten Haufe (rechts) und sein Sohn Philipp mit dem berühmten Essen to go. © Steffen Unger

Gerade in dieser Zeit Gästeliebling zu werden, darauf könne das ganze Team stolz sein, sagt er. Die Mannschaft habe zusammengehalten, auch in der Corona-Zeit. Mit verschiedenen Aktionen hat sich das Landhotel die Gäste erhalten. Etwa mit Essen to go oder kompletten Menüs an Wochenenden und Feiertagen.

Umso glücklicher war man auch in Heeselicht, als man wieder loslegen konnte. Der Sommer sei sehr gut gewesen. Man habe gemerkt, dass viele Gäste in der Sächsischen Schweiz unterwegs waren. Sowohl bei der Auslastung des Hotels als auch des Restaurants sei das deutlich zu spüren gewesen, sagt Philipp Haufe.

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Mit Blick auf den Winter allerdings seien die Aussichten schon wieder etwas trübe. Auch in Heeselicht habe man Bedenken, vor welche Herausforderungen die Gastwirte und Hoteliers im Winter gestellt werden. Keiner weiß es. Und gerade diese neuerliche Ungewissheit mache der Branche zu schaffen.

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