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Wanderin von Falknertürmen gerettet

Die Frau war am Sonnabend an einem Kletterzustieg nahe Schmilka unterwegs - und kam nicht mehr weiter. In der Not rief sie die Bergwacht.

Kameraden der Bergwacht begleiten zwei Wanderer durch den Rauschengrund bei Schmilka, nachdem sich das Paar auf einem Kletterzustieg an den Falknertürmen nicht mehr weiter traute.
Kameraden der Bergwacht begleiten zwei Wanderer durch den Rauschengrund bei Schmilka, nachdem sich das Paar auf einem Kletterzustieg an den Falknertürmen nicht mehr weiter traute. © Mike Jäger

Rettungskräfte mussten am Wochenende einer Wanderin im Schmilkaer Gebiet zu Hilfe eilen. Die Frau war am Sonnabendnachmittag auf einem Kletterzustieg im Rauschengrund unterwegs. Bei den Klettergipfeln Falknertürmen traute sie sich auf einem schmalen, ausgesetzten Felsband plötzlich nicht weiter. Die Frau kam auch durch eine vorher passierte Kluft nicht mehr zurück. Die Wanderin war mit ihrem Mann unterwegs, der aber auch nicht helfen konnte. In ihrer Not rief das Paar die Bergwacht.

Wanderin ist unverletzt, aber hilflos

Helfer der Bergwachtbereitschaft Dresden, die auf der Rettungswache im Kurort Rathen stationiert waren, eilten nach Schmilka und über die Winterbergstraße, den Elbleitenweg und den Rauschengrund zu den Falknertürmen. Die unverletzten, aber hilflosen Wanderer waren schnell gefunden. Bei einsetzendem Nieselregen und entsprechend rutschigem Grund unterstützten die Bergwachtleute die Wanderer auf dem schmalen Kletterpfad und begleiteten sie zurück bis zum Elbleitenweg. Hartmut Simmert von der Bergwacht Dresden sagte nach dem zweistündigen Einsatz: „So ist es uns lieber, zu helfen, bevor etwas Ernsthaftes passiert.“

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Kletterzustiege sind Bergsteigern vorbehalten

Im gesamten Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz besteht das sogenannte Wegegebot. Es gibt unterschiedliche Kategorien von Wegen mit unterschiedlichem Anspruch. Auf gut ausgeschilderten und markierten Wanderwegen können sich Wanderer und Spaziergänger die Naturschönheiten im Nationalpark erschließen. Weiter gibt es anspruchsvolle Bergpfade mit der Markierung "Grüner Pfeil" für versierte Bergwanderer, wo hohe Trittsicherheit erforderlich ist.

Um die Klettergipfel im Nationalpark für Bergsteiger zugänglich zu machen, sind spezielle Zugangspfade durch die Sondermarkierungen "Schwarzer Pfeil" gekennzeichnet. Auf diesen Zustiegen zu den Kletterfelsen müssen teilweise Kletterstellen im Fels gemeistert werden oder exponierte Passagen, die Schwindelfreiheit erfordern. Das war den Wanderfreunden am Sonnabend zum Verhängnis geworden. „Die Zugänge zu den Kletterfelsen sollten der Sicherheit wegen Bergsteiger vorbehalten bleiben“, sagt Bergwachtmann Hartmut Simmert.

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