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Sächsische Schweiz: Bergwacht rettet zwei Frauen

Gleich zu zwei Einsätzen wurde die Bergwacht am Mittwoch gerufen. Zwei Frauen konnten aus misslicher Lage befreit werden.

Zwei Frauen rettete die Bergwacht am Mittwoch in der Sächsischen Schweiz.
Zwei Frauen rettete die Bergwacht am Mittwoch in der Sächsischen Schweiz. © Marko Förster

Die Rettung von zwei verletzten Frauen war für die Bergwacht am Mittwoch wieder einmal eine Herausforderung.

Gegen 13.25 Uhr wurde der Rettungstrupp zu einem Einsatz nach Hinterhermsdorf gerufen. Auf dem Wanderweg „Tunnelweg“ war eine 57-jährige Frau beim Abstieg vom Königsplatz in Richtung Hollstraße gestürzt und hatte sich am Bein verletzt. Bergretter der Bereitschaften Bad Schandau, Sebnitz und Pirna eilten zum Ort des Geschehens. Aufgrund umgestürzter Bäume, Totholz und ausgespülter Wege war dies nicht ganz einfach und erschwerte die Rettung. Nach Ankunft versorgten die Retter die Patientin und transportierten sie über den Steilhang zum Bergwacht-Fahrzeug und übergaben sie schließlich an den Rettungsdienst.

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Ein Hubschraubereinsatz zum Ausfliegen per Winde war aufgrund der Vielzahl abgestorbener Bäume nicht möglich.

Einen weiteren Einsatz der Bergwacht gab es am Abend. Gegen 19 Uhr wurde ein Alarm ausgelöst. Eine 26-jährige Wanderin war auf Malerwegtour in der Nähe der Goldsteinaussicht und hatte erhebliche Magen-Darm- sowie Kreislaufprobleme nachdem sie vom Flusswasser aus der Kirnitzsch getrunken hatte.

Die Bereitschaften Bad Schandau und Sebnitz machten sich auf den Weg und auch der Rettungshubschrauber wurde zum Zeughaus geschickt. Ein direkter Anflug scheiterte wiederum am Totholz, auch der ehemals gut befahrbare Roßsteig ist mittlerweile aufgrund von umgestürzten Bäumen und hochwasserbedingten Ausspülungen selbst für die Geländefahrzeuge der Bergwacht nicht mehr passierbar.

Wege sind unpassierbar

Nur zu Fuß erreichten die Kameraden und der Notarzt die Patientin, die nach entsprechender Versorgung auf zwei Helfer gestützt zum Fahrzeug laufen konnte. Mit dem Rettungswagen wurde die junge Frau im Anschluss in eine Klinik gefahren.

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