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Linkselbischer Wald soll schöner werden

Der Sachsenforst saniert eine historische Sandsteinbrücke nahe der Festung Königstein. In Reinhardtsdorf entstehen neue Walderlebnisse für Kinder.

Goldbornbrücke zwischen Königstein und Thürmsdorf: bisher unbekannte Konstruktionsweise.
Goldbornbrücke zwischen Königstein und Thürmsdorf: bisher unbekannte Konstruktionsweise. © Steffen Unger

Mit mehreren Bauprojekten will der Staatsbetrieb Sachsenforst die Wälder insbesondere im linkselbische Teil der Sächsischen Schweiz - also außerhalb des Nationalparks - attraktiver für Besucher machen. Es gehe um eine Verbesserung der Erholungsfunktion des Waldes, erklärt Uwe Borrmeister, Leiter des zuständigen Forstbezirkes Neustadt.

Als Erstes wird der Walderlebnispfad in Reinhardtsdorf erneuert. Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen. An dem Walderlebnispfad am Wanderparkplatz in der Nähe der Waldschänke in Reinhardtsdorf entsteht gerade eine neue Schutzhütte, die besonders Kinder mit einem ganz speziellen Erlebnischarakter überraschen soll. 

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Walderlebnispfad Reinhardtsdorf: Neue Infotafeln folgen 2021.
Walderlebnispfad Reinhardtsdorf: Neue Infotafeln folgen 2021. © Steffen Unger

Außerdem sind Waldruheinseln, ein Tierweitsprung sowie ein Spinnennetz geplant. Diese Elemente wollen die Forstleute bis Ende November fertigstellen. Weitere Stationen sowie überarbeitete Informationstafel folgen im kommenden Jahr. Der Walderlebnispfad in Reinhardtsdorf ist rund 20 Jahre alt. "Leider waren die Stationen sehr schnell verwittert", sagt Revierförster  Olav Spengler. Durch geschickte Konstruktionen und witterungsbeständige Materialien soll er diesmal länger hübsch bleiben. 

Historische Brücke am Vogelstein wird saniert

Ebenfalls bereits begonnen hat die Sanierung der Goldbornbrücke. Diese historische Sandsteinbrücke befindet sich im Waldstück zwischen der Festung Königstein und Thürmsdorf. Unterhalb der Bundestraße B172 führt sie am Vogelstein über einen Waldbach. Die 1828 aus Sandsteinquadern errichtete Brücke war baufällig und einsturzgefährdet. Sie steht unter Denkmalschutz.

Die Goldbornbrücke ist dabei verkehrs- und technikgeschichtlich von Bedeutung, erklärt der Sachsenforst. Das liegt unter anderem an ihrer spezielles Konstruktionsweise. Vom Zulauf zum Auslauf verändert sich die Öffnungsweite der einbogigen Brücke - dies sie bisher von anderen Bauwerken nicht bekannt. Die Arbeiten wurden vorab mit der Denkmalbehörde geplant und abgestimmt. 

Mit der Sanierung der Goldbornbrücke werde der gesamte Bereich unterhalb der Festung Königstein und in der Nähe des Malerweges und  wieder attraktiver, erklärt Forstbezirksleiter Uwe Borrmeister. Insgesamt fließen mehr als 80.000 Euro in die beiden jetzt begonnenen Projekte. Sie stammen aus dem Sofortprogramm "Start 2020" des Freistaats.  

Toiletten an der Ottomühle und am Papststein

Zu weiteren Verbesserung der Infrastruktur will der Sachsenforst in den kommenden Monaten je eine umweltgerechte Besuchertoilette an den Waldparkplätzen an der Ottomühle im Bielatal sowie am Papststein bauen. 

In Reinhardtsdorf ist die Erneuerung des Picknickplatzes Zschirnsteinblick mitsamt des  des Wassertretbeckens geplant. Am Walderlebniszentrum Leupoldishain steht eine Dachsanierung an. Im Cunnersdorfer Revier werden Teile des Lindhornweges oberhalb des Besucherparkplatzes Buchenparkplatz erneuert. 

Auf der andere Elbseite steht Wegebau für Radfahrer auf dem Programm. Im Hohwald bei Neustadt sollen bis Mitte kommenden Jahres Wegeoberflächen der Radrouten Sächsisches Mittelgebirge und Mittellandradroute erneuert werden. Es handelt sich im insgesamt 2,7 Kilometer im Waldwegebereich Hoher Hahn, Hängeweg und Schmidtweg. Dafür stehen 12.000 Euro bereit. 

Personalmangel im Forst

Forstbezirksleiter Uwe Borrmeister freut sich, dass die lange geplanten Maßnahmen jetzt angegangen werden können, weist aber gleichzeitig auf die angespannte Personalsituation beim Sachsenforst hin. "Der Personalabbau der vorangegangenen Jahrzehnte insbesondere bei den Förstern und Waldarbeitern setzt inzwischen deutliche Grenzen der Machbarkeit", sagt Borrmeister. Verschärft durch die akuten Waldschäden und den nötigen Waldumbau seien die Aufgaben kaum zu schaffen. Zusätzliche Mitarbeiter stünden nicht zur Verfügung.  

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