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Sachsen

Weniger Schnee in Sachsens Gebirgen

Einer Studie zufolge nimmt die Schneesicherheit in den Wintersportgebieten des Freistaats weiter ab.

Langlaufskifahrer auf dem Fichtelberg.
Langlaufskifahrer auf dem Fichtelberg. © kairospress

Dresden. Ski und Rodel gut wird es in den sächsischen Wintersportgebieten voraussichtlich künftig weniger häufig heißen: Die Schneesicherheit in den 28 Skigebieten im Freistaat nimmt ab. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die am Dienstag in Dresden vorgestellt wurde. 

Im Rahmen der "Tourismusstrategie Sachsen" hatte das Amt untersucht, wie sich die natürliche Schneedecke und die meteorologischen Bedingungen für die Erzeugung von Kunstschnee entwickeln.

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Der Studie zufolge hat die Schneesicherheit in allen sächsischen Skigebieten abgenommen und dieser Trend wird sich fortsetzen, so das Amt. Ursache ist vor allem die Temperaturentwicklung. Im Vergleich zur Klimaperiode 1961 bis 1990 sind die Winter in Sachsen oberhalb von 400 Metern um circa ein Grad wärmer geworden. Die mittlere Anzahl von Frosttagen hat um mehr als sieben Prozent abgenommen.

Mit den veränderten klimatischen Verhältnissen werden sich auch Bedingungen für eine Beschneiung mit Kunstschnee verschlechtern, so das Amt. Besonders Skigebiete unterhalb von etwa 800 Metern werden davon betroffen sein.

Grundlage der Studie sind Modellrechnungen. Die Berechnungen für den Zeitraum 1961 bis 2015 basieren auf Messdaten, so das Amt. Dem Modell für den Zeitraum 2021 bis 2050 liegen die aktuellen Klimaprojektionsdaten für Sachsen zugrunde.
"Wir alle wissen, dass wir mit klimatischen Veränderungen umgehen müssen", so Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) mit. "Unsere sächsischen Tourismusgebiete haben sich bereits auf den Weg gemacht, ihre Angebote für den Ganzjahrestourismus breit aufzustellen", teilte die Ministerin mit. (dpa)

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