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Sachsen

Schweinepest: Jagdverbot bald gelockert?

Im Landkreis Görlitz gibt es einen Fall der Afrikanischer Schweinepest. In der Sperrzone gelten strenge Vorschriften. Was heißt das für Jäger?

Die Jagdruhe in der Restriktionszone soll so kurz wie möglich gehalten werden.
Die Jagdruhe in der Restriktionszone soll so kurz wie möglich gehalten werden. © dpa

Dresden. Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Sachsen hat Gesundheitsministerin Petra Köpping die nun geltende Jagdruhe verteidigt. "Die Jagdruhe ist eine grundlegende Maßnahme, um möglicherweise infiziertes Schwarzwild nicht zu vertreiben", sagte die SPD-Politikerin am Samstag laut einer Mitteilung.

Der Bau eines festen Zauns um das gefährdete Gebiet sowie die Suche nach verendetem und möglicherweise infiziertem Schwarzwild stünden im Vordergrund und müssten zunächst abgeschlossen werden.

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Die Jagdruhe sei eine grundlegende Maßnahme, um möglicherweise infiziertes Schwarzwild nicht zu vertreiben. "Wenn die Ergebnisse der Fallwildsuche vorliegen und das gefährdete Gebiet gezäunt ist, wird entschieden, ob und in welcher Weise das Jagdverbot in den beiden Restriktionszonen gelockert werden kann", heißt es. Die Ministerin ergänzt: "Wir werden die Jagdruhe nur so lange anordnen, wie dies aus Tierseuchensicht unbedingt erforderlich ist."

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Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Hausschweine sind derzeit nicht betroffen. (dpa)

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