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Sachsen

Schweinepest: weitere Fälle in Sachsen

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Sachsen weiter aus. Im Landkreis Görlitz wurden nun zwei weitere infizierte Tiere entdeckt.

Die Afrikanischen Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich.
Die Afrikanischen Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. © Ralf Hirschberger/dpa (Symbolbild)

In Sachsen sind zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgetreten. Bei der sogenannten Fallwildsuche seien mehrere verendete Wildschweine im Landkreis Görlitz entdeckt worden, teilte das Sächsische Sozialministerium am Sonntag mit. Bei zwei Knochen habe das Friedrich-Loeffler-Institut das ASP-Virus nachgewiesen. Weitere Proben der verendeten Tiere waren negativ.

Ende Oktober war in der Gemeinde Krauschwitz (Landkreis Görlitz) der erste Fall der Tierseuche in Sachsen nachgewiesen worden. Sofort war eine Sperrzone eingerichtet worden, in der unter anderem nach Fallwild gesucht wird. Damit wollen sich die Behörden einen Überblick verschaffen, wie stark sich die Afrikanische Schweinepest bereits ausgebreitet hat. Der jetzige Fund lag nach Angaben des Ministeriums etwa acht Kilometer entfernt vom ersten Fall.

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"Wir müssen weiter besonnen vorgehen und werden alle eingeleiteten Maßnahmen fortsetzen", betonte die für Verbraucherschutz zuständige Sozialministerin Petra Köpping in einer Mitteilung vom Sonntag. Voraussichtlich Ende kommender Woche werde das gesamte gefährdete Gebiet abgesucht sein. "In der nächsten Woche werden wir einen ersten Überblick haben, von welcher Verbreitung des Virus wir ausgehen müssen", ergänzte die SPD-Politikerin.

Auch Truppenübungsplatz Oberlausitz wird eingezäunt

In der Sperrzone gelten strenge Vorschriften. So sind Schweinehaltern die Freilandhaltung und der Auslauf der Tiere untersagt. Die Jagd ist in dem Gebiet verboten, und Hunde müssen an der Leine geführt werden. Zudem bauen Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) und Soldaten als Schutzmaßnahme einen festen Zaun um die Sperrzäune auf.

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Der neue Schutzzaun ist etwa einen Meter hoch und bleibt damit für Rehe und Hirsche passierbar. Ein horizontaler Schutz sorgt dafür, dass er nicht von den Wildschweinen unterwühlt werden kann. Zusätzlich will die Bundeswehr den Truppenübungsplatz Oberlausitz einzäunen, der allein rund 8.000 Hektar der insgesamt 13.500 Hektar großen Sperrzone umfasst.

Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Hausschweine sind derzeit nicht betroffen. (dpa)

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