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Viel Unterstützung für die Ukraine aus Sachsen

Die Spendenbereitschaft für die Geflüchteten aus der Ukraine ist groß. Sächsische Vereine und Organisationen geben einen ersten Zwischenstand.

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Im Zentralwerk in Dresden Pieschen sammelt die private Initiative "Direkthilfe Dresden" Geld und Sachspenden für die Ukraine.
Im Zentralwerk in Dresden Pieschen sammelt die private Initiative "Direkthilfe Dresden" Geld und Sachspenden für die Ukraine. © Tino Plunert

Dresden. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber den Menschen aus der Ukraine reißt nicht ab. Viele Vereine, Verbände und Initiativen haben zu Spenden aller Art aufgerufen und können schon die ersten Erfolge vermelden.

Die Stiftung Lichtblick, eine Initiative der Sächsischen Zeitung, konnte seine Spendensumme innerhalb einer Woche beinahe verfünffachen. Bis zum 9. März haben 1631 Spender mehr als 208.000 Euro an die Stiftung gesendet.

Stiftung Lichtblick
IBAN: DE88 8505 0300 3120 0017 74
BIC: OSDDDE81
Stichwort: Ukraine

Auch der Dresdner Verein Arche Nova erhält viel Unterstützung. 200.000 Euro sind dort mittlerweile zusammengekommen. Das Geld geht an eine Partnerorganisation im Osten der Ukraine, die den Menschen vor Ort hilft.

arche noVa e.V.
IBAN: DE78850205000003573500
BIC: BFSWDE33DRE

Wie viele Leute helfen wollen, haben auch die Wirtschaftsjunioren Sachsen gemerkt. Am vergangenen Samstag riefen sie zu Sachspenden auf. Zwei Lkws, ein 40 und ein sieben Tonner, konnten beladen werden. Die Spenden wurden an Organisationen der Flüchtlingshilfe übergeben, wie beispielsweise dem Human Aid Collective.

Die ersten Hilfstransporte haben Moldau und die Slowakei erreicht, wie Elisabeth Götze, Koordinatorin der Aktion, mitteilt. Dort werden die Spenden an sogenannte Warehouses beliefert, die die Güter gezielt in die Krisengebiete verteilen können.

Momentan planen die Wirtschaftsjunioren gemeinsam mit den Handwerksjunioren möblierte Wohnungen für Geflüchtete zu organisieren. Es ist wichtig, die Hilfe nachhaltig und vor Ort zu organisieren, sagt Götze, denn viele Geflüchtete kommen auch nach Sachsen. Dafür sind sie im engen Austausch mit dem eigenen Netzwerk, sächsischen Vereinen und der Stadt Chemnitz.

Auch die Direkthilfe Dresden kann schon eine Bilanz ziehen. Etwa 65 Tonnen an Sachspenden wurden bisher dort abgegeben. Ein Großteil davon hat auch schon das Lager verlassen. Die Spenden gehen an verschiedene Orte, zum Beispiel an ein Kinderheim in Lviv oder ein Krankenhaus in Kiew. Wie Denise Kunze, Teil der Direkthilfe, mitteilt, werden momentan dringend blut- und schmerzstillende Medikamente, Verbandsmaterial, Babynahrung und Hygieneartikel gebraucht.

Direkthilfe Dresden - Spendenannahme im Zentralwerk
Riesaer Straße 32 01127 Dresden
Tägl. von 10 bis 19 Uhr
am 18. und 19.März geschlossen

Spendenbereitschaft zum Teil so hoch wie noch nie

Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe verbucht bisher über 76 Millionen Euro. "Noch nie in der Geschichte des Aktionsbündnisses, also den letzten 21 Jahren, gingen in einem vergleichbaren Zeitraum so viele Spenden ein", sagt Geschäftsführer Dominique Mann der Deutschen Presse-Agentur. Zu dem Bündnis gehören Caritas international, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe sowie Unicef Deutschland.

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600
BIC: COBADEFFXXX

Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft sieht ebenfalls eine hohe Resonanz. Die Spendenbereitschaft sei sicher vergleichbar mit der für die Hilfe nach dem Tsunami 2004 und dem Hochwasser 2021, sagte Sprecherin Birte Steigert. Der Spendenstand nach dem Angriff auf die Ukraine liege bisher bei 55,9 Millionen Euro. Zu dem Bündnis gehören unter anderem der Arbeiter-Samariter-Bund, die Arbeiterwohlfahrt International, Johanniter und Malteser.

Aktion Deutschland Hilft e.V.
DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX

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