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Studie: Sachsen zunehmend zufrieden mit ihrem Job

Vor allem mehr Flexibilität beim Arbeiten hat dazu geführt, dass Menschen in Sachsen ihre Jobs positiver bewerten. Auch wenn es Schattenseiten gibt.

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65 Prozent der Befragten sind mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden - zwei Jahre zuvor waren es noch 59 Prozent.
65 Prozent der Befragten sind mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden - zwei Jahre zuvor waren es noch 59 Prozent. © Daniel Naupold/dpa

Leipzig. Immer mehr Arbeitnehmer in Sachsen sind mit ihrem Job zufrieden. Das ist das Fazit einer Studie der beiden Leipziger Unternehmen MAS Partners und Prozesspsychologen unter gut 1.000 Befragten. Als Vergleichszeitraum dienten der Februar 2020 und der Januar 2022. So ließ sich ein Stimmungsbild der Zeit vor der Pandemie und der Gegenwart herstellen. Demnach stieg der Anteil der Beschäftigten, die mit ihrer Bezahlung zufrieden waren, um neun Prozent auf 49 Prozent.

Mit den Arbeitsbedingungen zeigten sich bei der jetzigen Umfrage 65 Prozent der Befragten (2020: 59 Prozent) zufrieden. Mit den Arbeitsbedingungen zeigten sich bei der jetzigen Umfrage 65 Prozent der Befragten (2020: 59 Prozent) zufrieden. Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit den Vorgesetzten wuchs der Anteil von 54 auf 59 Prozent, bei der Arbeitsbelastung waren es 56 statt zuvor 51 Prozent. Konstant blieben die Werte bei den Kriterien "Kollegen" (66 Prozent) und "konkrete Arbeitsaufgaben" - 72 Prozent beziehungsweise 71 Prozent (2020).

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Arbeitgeber haben "Hausaufgaben" gemacht

"Dass sich Arbeitnehmer mittlerweile zunehmend aussuchen können, wo sie arbeiten und bleiben wollen, zeigt Wirkung", erklärte Jörg Heidig von der Prozesspsychologen GmbH. Mit Blick auf die Zahlen könne man feststellen, dass Arbeitgeber mittlerweile ihre "Hausaufgaben" machen. Es gebe aber an vielen Punkten noch Nachholbedarf.

Stefan Bischoff von MAS Partner sieht in flexiblen Arbeitszeiten in der Pandemie einen wesentlichen Treiber für wachsende Zufriedenheit. "Homeoffice und mobiles Arbeiten bieten vielen Beschäftigten Vorteile bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben." Viele wünschten sich weiter zwei bis drei Tage Homeoffice pro Woche.

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Allerdings würden die Betroffenen auch negative Effekte sehen. Der Austausch und Zusammenarbeit mit Kollegen, der Teamzusammenhalt und eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit hat sich nach Ansicht einer großen Mehrheit der Befragten durch Homeoffice verschlechtert. (dpa)

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