merken
Sachsen

Trauer um Cornelius Weiss

Der ehemalige Rektor der Leipziger Universität und langjähriger Alterspräsident des Sächsischen Landtag ist im Alter 87 Jahren gestorben.

Cornelius Weiss ist am Dienstag im Alter von 87 Jahren gestorben.
Cornelius Weiss ist am Dienstag im Alter von 87 Jahren gestorben. © Arno Burgi/dpa

Dresden/Leipzig. SPD und Linke haben den im Alter von 87 Jahren gestorbenen SPD-Politiker und früheren Leipziger Rektor Cornelius Weiss gewürdigt. Er stand von 1991 bis 1997 an der Spitze der Universität Leipzig und leitete von 2004 bis 2007 die SPD-Landtagsfraktion. „Er übernahm in schwierigen Zeiten Verantwortung für die Sozialdemokratie und führte mit seiner ganz unvergleichlichen Art die SPD-Fraktion gut in ihre erste Koalition“, erklärten Parteichef Martin Dulig und Fraktionsvorsitzender Dirk Panter am Donnerstag.

„Mit ihm verliert die gesellschaftliche Linke in Sachsen und insbesondere die große Zahl der Freunde Russlands eine großartige Persönlichkeit“, betonte Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt. Weiss sei konsequent, offen und nicht korrumpierbar durch Stellung und Schmeichelei gewesen: „Das prägte ihn als politischen Wissenschaftler und das prägte den Wissenschaftler als Politiker.“ 

TOP Deals
TOP Deals
TOP Deals

Die besten Angebote und Rabatte von Händlern aus unserer Region – ganz egal ob Möbel, Technik oder Sportbedarf – schnell sein und sparen!

Als SPD-Fraktionschef und später als Alterspräsident sei er fraktionsübergreifend für seine offene, ehrliche und humorvolle Art geschätzt worden.Auch an der Uni Leipzig löste die Nachricht Trauer aus: „Zu seinen bleibenden Verdiensten gehörte die personelle und strukturelle Erneuerung der Hochschule in kürzester Zeit. Seinem ausdrücklichen Wunsch entsprang der ungewöhnliche Passus in der Universitätsverfassung und heutigen Grundordnung, wonach Mitglieder und Angehörige der Alma mater Lipsensis berechtigt sind, sich in persönlichen und universitären Angelegenheiten direkt an die Rektorin/den Rektor zu wenden“, schrieb die Uni in ihrer Würdigung. (dpa)

Mehr zum Thema Sachsen