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Sachsen

Sachsen: 2020 gab es über 100 Waldbrände

Der geschundene sächsische Wald stand im vergangenen Jahr häufig in Flammen. Fast immer waren Menschen schuld - einige Feuer wurden sogar gelegt.

Im vergangenen Jahr gab es über 100 Waldbrände in Sachsen - sie sind oft eine große Herausforderung für die örtlichen Feuerwehren.
Im vergangenen Jahr gab es über 100 Waldbrände in Sachsen - sie sind oft eine große Herausforderung für die örtlichen Feuerwehren. © dpa

Pirna. Im vergangenen Jahr sind in Sachsen 109 Waldbrände registriert worden. Dabei wurden nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst vom Freitag fast 33 Hektar Wald vernichtet. Das waren weniger als in den beiden Vorjahren: 2018 wurden bei 195 Bränden 240 Hektar vernichtet, 2019 bei 153 Bränden 41,5 Hektar.

Laut der Behörde ist in den meisten Fällen menschliches Verhalten verantwortlich. Auch 2020 hatten nur zwei Feuer eine natürliche Ursache wie Blitzeinschlag. 82 entstanden aus Fahrlässigkeit, 11 wurden gelegt, und in 14 Fällen blieb der Grund unklar.

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Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) forderte Waldbesucher auch unter Verweis auf Borkenkäfer-, Sturm- und Dürreschäden der Vergangenheit auf, Brände verhindern zu helfen. Vor Beginn der Waldbrandsaison (1. März) appellierte er dringend, "sich verantwortungsvoll zu verhalten".

Gefahrenstufen auch als App

Nach Einschätzung der obersten Forstbehörde kann die Brandgefahr schnell ansteigen. Die milden Temperaturen, Wind und viel Sonne der vergangenen Tage hätten die in leichten Böden gespeicherte Wassermenge wieder um zehn Prozent dezimiert - und es sei zu erwarten, dass der März etwas zu mild und niederschlagsarm beginne.

Der Umgang mit offenem Feuer im Wald und in dessen Nähe ist ganzjährig verboten, auch Rauchen, Grillen und Lagerfeuer. Zufahrtswege zum Wald müssen freibleiben, Parken auf den Wegen ist nicht erlaubt.

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