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Warntag: Sirenen heulten nicht überall in Sachsen

Um 11 Uhr wurde es vielerorts laut in Sachsen. Doch offenbar lief nicht alles glatt. Das Bundesinnenministerium spricht von einem Fehlschlag.

In Sachsen sollten 3.200 Sirenen ertönen - doch viele blieben auch stumm.
In Sachsen sollten 3.200 Sirenen ertönen - doch viele blieben auch stumm. © dpa/Jan Woitas

Dresden. Beim ersten bundesweiten Warntag ertönten am Donnerstag um 11 Uhr vielerorts die Sirenen in Sachsen - aber längst nicht überall. Eigentlich sollten rund 3.200 Sirenen beim Probealarm des Bundesinnenministeriums tönen, vielerorts blieb es aber auch still. Geprobt wurden auch Durchsagen per Lautsprecher, soziale Medien und digitale Werbetafeln, um auf eine mögliche Gefahr aufmerksam machen. Die Bundesregierung hatte  zudem dazu aufgerufen, die Warn-App „Nina“ auf dem Smartphone herunterzuladen.

In Dresden etwa heulten knapp 200 Sirenen pünktlich, auch Durchsagen waren zu hören. Zur Entwarnung gab es hier wie geplant um 11.20 Uhr ein im März eingeführtes Sirenensignal, einen einminütigen Dauerton. 

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Anderenorts - etwa in Döbeln oder der Region Löbau/Zittau blieb es  auffällig still.

Bundesinnenministerium bezeichnet Probealarm als "fehlgeschlagen"

Das Bundesinnenministerium hat den landesweiten Probealarm als "fehlgeschlagen" bezeichnet. Grund dafür sei ein technisches Problem. "Die Vorgänge werden jetzt umfassend aufgearbeitet", kündigte das Ministerium in Berlin an. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten dann bei der weiteren Entwicklung des Warnsystems berücksichtigt werden.

Die angekündigte Gefahrenmeldung der Warn-Apps NINA und KATWARN war am Vormittag erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones angekommen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn erklärte diese Panne mit der zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen.

Präsident Christoph Unger sagte, erste Analysen hätten ergeben, dass um 11 Uhr nicht nur wie geplant eine zentrale Warnung ausgelöst worden sei, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst hätten. Das habe zu einer Systemüberlastung geführt.

Sachsens Nachbarländer waren informiert

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Um die Grenzregionen auf den Warntag aufmerksam zu machen, sendete die sächsische Landesregierung Informationsschreiben nach Tschechien und Polen. Die Planung für den bundesweiten Warntag lief seit etwa zwei Jahren. Ziel des Aktionstages sei neben der Sensibilisierung der Bevölkerung insbesondere die Vermittlung der Bedeutung von Sirenensignalen. (dpa/SZ)

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