Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sachsen
Merken

Zwickau: Aus überhitztem Auto geretteter Hund stirbt

Ein Mann lässt in Zwickau seinen Schäferhund-Mischling im Auto. Passanten entdecken das jaulende Tier und rufen die Feuerwehr. Die befreien den Hund aus dem 45 Grad Celsius heißen Auto. Doch es ist zu spät.

 1 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Ein offener Spalt reicht? Nein, ein abgestelltes Auto kann sich auch mit leicht geöffneten Fenstern sehr schnell aufheizen.
Ein offener Spalt reicht? Nein, ein abgestelltes Auto kann sich auch mit leicht geöffneten Fenstern sehr schnell aufheizen. © dpa-tmn

Zwickau. Ein Hund ist in Zwickau von seinem Besitzer im überhitzten Auto zurückgelassen worden und später verendet. Gegen den 68-Jährigen wurde nun Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Passanten hätten am Freitag den Hund bei der Polizei gemeldet. Feuerwehrleute schlugen demnach die vorderen Autoscheiben ein und befreiten den jaulenden Schäferhund-Mischling aus dem 45 Grad Celsius heißen Auto. Dann brachten sie den völlig dehydrierten Hund zu einem Tierarzt, wo er starb, wie es weiter hieß.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Besitzer ihre Haustiere bei sommerlichen Temperaturen nie allein im Auto zurücklassen sollten. Schon wenige Minuten Standzeit könnten demnach ausreichen, um den Innenraum gefährlich heiß werden zu lassen.

Auch leicht geöffnete Scheiben machen kaum einen Unterschied, wie ein Testversuch des ADAC zeigte: Schon bei einer Außentemperatur von 28 Grad kletterte die Temperatur im Auto bei 20 Minuten Standzeit auf bis zu 42 Grad, bei geschlossenen Fenstern wurden bis zu 45 Grad gemessen. (dpa)