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Wirtschaft

Corona-Hilfen werden ausgezahlt

Die Sächsische Aufbaubank nimmt jetzt Anträge von Selbstständigen und Firmen entgegen. 600 Mitarbeiter wurden dafür abgestellt.

©  Symbolbild/dpa

Dresden. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat vom Wirtschaftsministerium den Auftrag zur Auszahlung der Zuschüsse an Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe bekommen. Damit können nun die Soforthilfen bearbeitet werden. 

Zwei Tage nach dem Bundestag hatte am Freitag auch der Bundesrat das Hilfspaket zur Abmilderung der Corona-Folgen abgesegnet. Es sieht unter anderem für kleine und Kleinstbetriebe direkte Zuschüsse von insgesamt 50 Milliarden Euro vor, die einmalig bis zu 9.000 Euro, bei höchstens zehn Beschäftigten bis zu 15.000 Euro betragen können. Sie sollen teils noch vor Mittwoch bei den Firmen ankommen, hieß es. Bedingung: wirtschaftliche Probleme durch Corona und nicht schon vor März 2020. 

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Das Geld gibt es über Landesförderanstalten wie die SAB. Sie vergibt im Auftrag des Freistaats seit 1991 Zuschüsse, Darlehen und Bürgschaften für den Wohnungsbau, die Wirtschaft, die Infrastruktur und Kommunales, Bildung und Soziales, Umwelt und Landwirtschaft. Adressaten sind Unternehmen, Privatpersonen, Vereine, Verbände, Forschungsträger und Kommunen.

Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt lesen Sie in unserem Newsblog.

„Unsere Bank sortiert sich völlig neu“, sagt SAB-Sprecherin Bartsch. Alle, die in der Lage seien, solche Anträge zu bearbeiten, würden zur Soforthilfe abgestellt: 600 der 1.000 aktiven Mitarbeiter. „Sie arbeiten in Schichten und auch am Wochenende“, so Bartsch. Die Anträge könnten nur von der Bank aus und nicht in Homeoffice abgewickelt werden, brauchten wegen der Originalunterschriften den Postweg und könnten so ein paar Tage dauern.

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>>> Der Antrag kann auf der Seite der Sächsischen Aufbaubank bis spätestens 31.05.2020 gestellt werden.

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