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Kamenz

Aus Kamenz: Sachsens beste Schülerzeitung

Was ist an der Schule los, was interessiert Jugendliche? Darüber schreiben die Redakteure der „Schulz“ am Lessinggymnasium – mit Erfolg.

Sie holten den ersten Platz: Die Redakteure des Lessinggymnasiums Kamenz brachten die beste Schülerzeitung Sachsens in der Kategorie Gymnasium heraus. Betreut werden sie von Lehrer René Krauß.
Sie holten den ersten Platz: Die Redakteure des Lessinggymnasiums Kamenz brachten die beste Schülerzeitung Sachsens in der Kategorie Gymnasium heraus. Betreut werden sie von Lehrer René Krauß. © Marvin Pögelt

Von Marvin Pögelt

Kamenz. Lessinggymnasium  Kamenz, 8.45 Uhr: Die Redakteure der Schülerzeitung treffen sich, doch es findet keine gewöhnliche Redaktionssitzung statt. Nein, an diesem Tag heißt es: Fototermin. Der Grund? Die Schülerzeitung „Schulz“ hat beim Jugendjournalismuspreis den ersten Platz in der Kategorie Gymnasium erzielt. 

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Bereits zum 16. Mal vergaben der Verein Jugendpresse Sachsen und das sächsische Kultusministerium Preise an Schülerzeitungen von Grundschulen, Förderschulen, Oberschulen sowie Gymnasien. Kriterien für die Bewertungen waren neben den Rahmenbedingungen, wie Inhaltsverzeichnis und Impressum, vor allem die Qualität der Beiträge sowie die journalistische Herangehensweise.

Von allen gymnasialen Schülerzeitungen scheint also die Kamenzer „Schulz“ die Kriterien der Jury am besten erfüllt zu haben. Doch wie gelingt dies der Redaktion? Wie arbeitet die „Schulz“, und wer steckt hinter ihr? 

Im vergangenen Schuljahr hatte die Schülerzeitung des Lessinggymnasiums zehn Redakteure aus verschiedenen Jahrgangsstufen. „Durchschnittlich steigen die Schüler in der sechsten Klasse ein“, meint Lehrer René Krauß, der die Schüler anleitet. Er ist Informatiker und gab 2009 den Anstoß für eine Schülerzeitung.

Über Lernsax kommuniziert

Die jungen Redakteure treffen sich einmal wöchentlich nach dem Unterricht, um an einer neuen Ausgabe zu arbeiten. Von der Ideensammlung über das Schreiben bis hin zum Gestalten des Layouts gibt es dabei jede Menge zu tun. Insgesamt sei die Arbeitsatmosphäre in der Redaktion „sehr locker“. Dabei haben die Schüler in den vergangenen Monaten auch aus dem Homeoffice gearbeitet. 

Diese Möglichkeit half der „Schulz“ über die Corona-Krise hinweg. Zunächst wurde über WhatsApp kommuniziert, später suchten die Redakteure den Austausch in wöchentlichen Videokonferenzen über die Schulplattform „LernSax“. Auch dies ermöglicht es den Mitgliedern der Schülerzeitung des Lessinggymnasiums, optimistisch die nächste Ausgabe für den Herbst 2020 zu planen.

Auch die Ferien sollen für Vor-Ort-Termine und das Verfassen weiterer Artikel genutzt werden. Welche Aspekte dabei thematisiert werden, wollte die Redaktion jedoch noch nicht verraten. Eines aber stehe schon fest: „Es wird interessant“, so einer der jungen Redakteure.

Der Nachwuchs fehlt

Bei allen Erfolgen hat auch die „Schulz“ zu kämpfen: Rückläufige Anzeigen und fehlender Nachwuchs bereiten der Redaktion Probleme. Schließlich muss sich auch eine Schülerzeitung finanzieren. Da helfen die 500 Euro Preisgeld für den ersten Platz beim Sächsischen Jugendjournalismuspreis natürlich weiter. Das Geld soll nun in Technik, wie bessere Kameraausstattung oder Computer, investiert werden. Obwohl sich die Redaktion bewusst ist, dass es in anderen Schülerzeitungsredaktionen noch schlimmer aussieht, so wünschen sich auch die Kamenzer mehr Interesse. An diesem mangele es jedoch oft, doch die „Schulz“ lädt zum Mitmachen ein.

Der erste Platz in der Kategorie Gymnasium hat die jungen Redakteure in ihrer Arbeit bestätigt. Aber auch zukünftige Schülergenerationen soll der Jugendjournalismuspreis vom Wert der Schülerzeitung überzeugen. Sie ist ein Sprachrohr für Kritik und kann damit ausschlaggebend für Veränderungen auch an der Schule sein.

Marvin Pögelt ist 15 Jahre und Schüler des Lessinggymnasiums. Er hat bereits ein Praktikum bei der Sächsischen Zeitung absolviert.

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