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Sachsens Chefs lassen Geld für Weiterbildung liegen

Wer sich in Sachsen weiterbilden möchte, hat gute Chancen auf Geld vom Staat.

© Daniel Karmann/dpa

Dresden. Wer in Sachsen einen Bildungslehrgang, Computerkurse oder eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Pflegefachkraft machen möchte, hat gute Chancen auf Geld vom Staat. Von gefüllten Fördertöpfen für Bildungsprämien berichten die Kammern, für Weiterbildungsschecks stehen Millionenbeträge bereit.

Fast 11 000 Sachsen haben in den vergangenen drei Jahren einen Weiterbildungsscheck bekommen, berichtet die Sächsische Aufbaubank (SAB) in Dresden. Von 2015 zu 2016 ließ die Nachfrage leicht nach, voriges Jahr stieg sie wieder. Etwa doppelt so viele Frauen wie Männer nutzen diese Förderung vom Staat. 70 Prozent der individuellen Anträge kamen von Frauen. Ein Grund: Vor allem im Gesundheits- und Erziehungswesen sind Weiterbildungsschecks beliebt. Sie sind für Kurse bestimmt, die mehr als 1 000 Euro kosten.

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Die Weiterbildungsschecks decken bis zu 70 Prozent der Schulungskosten und können vom Arbeitgeber oder vom Beschäftigten beantragt werden. 83 Millionen Euro stehen für den Zeitraum 2014 bis 2020 für Weiterbildungsschecks bereit, davon ist weit mehr als die Hälfte noch zu vergeben. Antragsteller müssen drei Angebote von Bildungsfirmen vorlegen.

Sachsens Arbeitsagenturen geben von Jahr zu Jahr mehr Geld zur Förderung von Beschäftigten aus: Voriges Jahr übernahmen sie 13,7 Millionen Euro, im Jahr zuvor 11,7 Millionen, davor 9,7 Millionen. Zur Motivation zahlen die Agenturen auch Prämien für bestandene Prüfungen, um Geringqualifizierte zu fördern. (SZ/mz)