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Sachsen

Sachsens Flüsse trocknen aus

Der Pegelstand der Elbe ist sehr niedrig, noch prekärer ist die Lage an der Schwarzen Elster. Dort fließt kaum noch Wasser.

Unterhalb der Augustusbrücke ist das Flussbett der Elbe ausgetrocknet. ©  dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Durch die anhaltende Trockenheit hat sich Lage an den Flüssen in Sachsen zugespitzt. Besonders prekär ist nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) vom Dienstag die Situation an der Schwarzen Elster. An der Messstelle Neuwiese (Landkreis Bautzen) beträgt der Wasserdurchfluss nur noch ein Prozent des mittleren Durchflusses. "Es ist noch nicht ganz trocken", sagte eine Sprecherin des LfULG auf dpa-Anfrage.

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Ein Prozent Durchfluss entsprechen des Angaben zufolge 0,026 Kubikmeter pro Sekunde. Umgerechnet sind das 26 Liter pro Sekunde. "Das ist deutlich weniger als 2018", sagte die Sprecherin. Neuwiese ist die letzte Messstelle in Sachsen vor der Landesgrenze zu Brandenburg. Die Schwarze Elster ist ein Nebenfluss der Elbe und mündet bei Eslter in Sachsen-Anhalt in den Nordsee-Zufluss. Im Oberlauf des Flusses betrage die Durchflussmenge noch 20 bis 40 Prozent des Mittelwertes.

Ein Foto aus dem Jahr 2006: Auch damals führte die Schwarze Elster nach der wochenlangen Trockenheit und Hitze fast kein Wasser mehr. Das Foto entstand in der Nähe von Senftenberg. © AP Photo/Sven Kaestner

Insgesamt liegen 52 Prozent der Pegel an sächsischen Flüssen unter der Niedrigwassermarke, 30 Prozent nur wenig darüber. Wenn Trockenheit und Wärme so blieben, würde sich die Situation in der kommenden Woche noch einmal verschärfen, sagte die Sprecherin. Es würde dann mit 70 bis 80 Prozent Niedrigwasser gerechnet.

Betroffen von der Wasserknappheit ist auch die Elbe. Für diesen Mittwoch und Donnerstag wird laut Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Pegel Dresden ein Stand von 55 Zentimetern prognostiziert. Im vorigen Dürresommer wurde ein Tiefststand von 46 Zentimetern gemessen. (dpa)

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