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Sachsen

Sachsens Grüne für Brüssel

Die Grünen wollen bei der Europawahl mit Klimaschutz und Anti-Rechts-Kurs punkten. Sachsen hat eine eigene Kandidatin.

Anna Cavazzini ist die Kandidatin der Grünen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für die Europawahl.
Anna Cavazzini ist die Kandidatin der Grünen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für die Europawahl. © PR/Martin Jehnichen

Den Aufwind für die Grünen spürt man auch in Sachsen. Seit Monaten steigt die Mitgliederzahl, die Vorbehalte gegenüber der Partei seien geringer geworden. „Klimawandel und der Kampf gegen den Rechtsruck mobilisieren viele, vor allem junge Leute“, sagt Anna Cavazzini. Die 36-Jährige ist die Kandidatin der Grünen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für die Europawahl. Mit Listenplatz 7 hat sie aussichtsreiche Chancen am 26. Mai in das Europäische Parlament einzuziehen. Derzeit sitzen elf Abgeordnete der Grünen in Brüssel und Straßburg – und die Partei macht sich angesichts der Umfragen Hoffnung auf mehr Stimmen als 2014.

„Gerade jetzt, wenn die EU kritisiert wird, ist es wichtig, dass man dagegenhält und Europa besser erklärt“, sagt Cavazzini. Viele Bürger wüssten nicht, was sie von der EU haben. Gerade in den Kommunen kommt aber etwa über die Städtebauförderung und den europäischen Sozialfond viel Geld aus Brüssel an. „Die in Brüssel sind ja weit weg“, sagt Cavazzini. Sie will das ändern, und mit einem Büro in Sachsen eine Verbindung zur EU schaffen.

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Viele der aktuellen Herausforderungen könnten nur auf europäischer Ebene gelöst werden, nicht auf deutscher und erst recht nicht auf sächsischer Ebene, ist Anna Cavazzini überzeugt. Die gebürtige Hessin, die in Chemnitz studiert hat, hat bisher unter anderem für das Europaparlament, das Auswärtige Amt und die Vereinten Nationen gearbeitet. Derzeit ist sie von ihrem Posten als Menschenrechtsreferentin bei der Entwicklungsorganisation Brot für die Welt in Berlin beurlaubt.

Im Programm der Grünen für Europa steht die Einführung einer Kohlendioxidabgabe, ein europaweiter Kohleausstieg, mehr Einsatz für den Klimaschutz und die Artenvielfalt sowie die Forderung einer Agrarwende zu ökologischer Landwirtschaft. Außerdem wollen die Grünen mehr Steuergerechtigkeit und einen europaweiten Mindestlohn. Während der kleine Mittelständler in Sachsen seine Steuern zahle, verweigerten sich große Unternehmen wie Facebook und Google. Außerdem setzt sich die Partei auf europäischer Ebene für offene Grenzen und Flüchtlingsschutz ein.