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Sachsens Nachwuchsgärtner schmieden Pläne für Löbau

Der Landeschef von Sachsens Schreberjugend war in der Stadt. Er will junge Leute aus Leipzig oder Chemnitz anlocken – und viel Werbung machen.

Löbau. Jugendliche aus Leipzig oder Chemnitz könnten schon bald in Löbau ihre Sommerferien verbringen. Das zumindest schwebt Tommy Brumm vor, dem Vorsitzenden der sächsischen Schreberjugend. Dessen Landesverband hatte mit der Landesgartenschau den Seifertschen Garten an der Görlitzer Straße übernommen. Nun will der Verband dort für Leben sorgen – und junge Leute aus ganz Sachsen hier Ferien machen lassen. Um dafür Kontakte zu knüpfen und Partner für seine Ideen zu werben, war Brumm jetzt in Löbau unterwegs. Der Tag sei vielversprechend gelaufen, erklärte er hinterher. Schon dieses Jahr könnten für einen begrenzten Zeitraum während der Sommerferien Jugendliche hier Ferien machen. Das könnte ein Test sein, um ab nächstem Jahr über die kompletten Sommerferien Freizeiten anzubieten. Die sollen die Kinder und Jugendlichen an die Natur heranführen.

Der Landesverband der Schreberjugend will Löbau dafür als Naturbildungszentrum für Ostsachsen ausbauen. Etwas Ähnliches hat der Landesverband für den westlichen Freistaat bereits in Reichenbach im Vogtland aufgebaut, ebenfalls im Nachgang einer Landesgartenschau. Ursprünglich wollte der Verband auch die Mitarbeiter des Grünen Klassenzimmers, das zur Löbauer Schau geöffnet war, übernehmen und weiterbeschäftigen. Das sei aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen, erklärt Brumm. Deswegen sei auch im vorigen Jahr wenig in Bezug auf den Seifertschen Garten passiert. Das soll sich in den kommenden Wochen und Monaten nun ändern. Brumm sucht jetzt Kontakte zu Vereinen und Einrichtungen, die Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Schreberjugend haben – und er ist auf der Suche nach geeigneten Herbergen in Löbau und Umgebung, um während der Ferien die anreisenden Schüler unterzubringen.

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Dass Löbau von den Ideen profitieren kann, davon ist Brumm überzeugt. Wenn junge Leute aus den sächsischen Großstädten nach Löbau kämen, sei das viel Werbung. Und auch für den sächsischen Kleingärtnerverband kann er sich Schulungen oder Tagungen in Löbau vorstellen.

Der Seifertsche Garten soll zudem um eine Nuance reicher werden: Ab 2016 ist eine Gerbera-Schau geplant, weil diese Pflanze für die Region typisch sei. (SZ/gw)