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Sackgasse mit Verfallsdatum

Die Straße Am Raubschlösschen ist eine der wichtigsten im Ort. Ein Teil ist seit Freitag wieder frei. Der Rest soll schon bald folgen.

© Sebastian Schultz

Von Eric Weser

Glaubitz. Zwar werkeln die Bauarbeiter noch daran, die letzten Gehwegflächen zu pflastern. Baumaschinen rangieren noch hinter Absperrungen. Aber das Gröbste ist geschafft und das Ende absehbar. Nach knapp fünf Monaten geht der Straßenbau Am Raubschlösschen in Glaubitz auf sein Ende zu. Klappt alles wie geplant, ist bis 31. Juli alles fertig. Dann soll der Verkehr wieder auf ganzer Strecke rollen können.

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Ein Drittel der etwa 450 Meter langen Straße ist unterdessen schon Freitagvormittag wieder für den Verkehr freigegeben worden. Aus gutem Grund: Mit der Feuerwehr und der Kita liegen in dem fertigen Abschnitt gleich zwei besonders wichtige Einrichtungen, sagte Bürgermeister Lutz Thiemig. Dadurch, dass die Feuerwehr am Wochenende von ihrem Ausweichquartier zurück ins angestammte Gerätehaus ziehen kann, spart die Gemeinde zudem Mietkosten. Seit März waren Schutzausrüstungen und Fahrzeuge interimsweise auf einem Privatgrundstück am Dorfteich untergebracht gewesen. Aber nicht nur für die Feuerwehr wird etwas besser. Auch Kinder, Eltern und Erzieher gelangen jetzt wieder deutlich komfortabler zur Kita.

Der Bürgermeister bedankte sich bei der Teilfreigabe für das Verständnis aller, die von der Sperrung betroffen waren – oder es noch eine Weile sind. Lob bekam die Glaubitzer Baufirma TS Bau, die das Projekt umgesetzt hat. Eine kleine Rüge gab es vom Gemeinchef für die Eltern. Manche hätten trotz Baustelle störrisch auf angestammten Wegen zur Kita bestanden, sagte er. Dass es nicht zu Unfällen gekommen sei, habe auch daran gelegen, dass die Bauarbeiter sich gegen die Eltern durchsetzen konnten. – Dass der Straßenbau länger als die ursprünglich geplanten drei Monate gedauert hat, lag daran Thiemig zufolge, dass der Energieversorger Enso und die Wasserversorgung sich mit in das Projekt eingeklinkt hatten. Der Einbau von Leerohren und neuen Hausanschlüssen kostete Zeit. Er verringert aber das Risiko, dass die für viel Geld grundhaft sanierte Straße samt Gehwegen in naher Zukunft wieder aufgemacht werden muss.

Vorläufig rechnet die Gemeinde damit, dass 440 000 Euro für den Bau von Straße, Fußwegen und Regenwasserkanälen fließen. 80 000 Euro steuert dazu der Abwasserzweckverband bei. Der Großteil wird dem Bürgermeister zufolge über Fördermittel vom Land (216 000 Euro) und ein weiterer großer Teil von der Gemeinde (144 000 Euro) bezahlt.

Wenn der Bau Am Raubschlösschen beendet ist, war es das vorerst mit den großen Straßenbauprojekten in der Gemeinde Glaubitz. Andere Vorhaben werfen allerdings schon ihre Schatten voraus. In zwei Wochen steht laut Bürgermeister die Auftragsvergabe für den Radwegbau zwischen dem Kreisverkehr und der Bahnlinie an der Poststraße an. Ebenfalls noch auf der Glaubitzer Bauagenda für das laufende Jahr: der neue Spielplatz an der Stephansposchinger Straße. Dafür würde die Gemeinde gern einen Teil der 70 000-Euro-Pauschale verwenden, die das Land an die Gemeinden ausgibt. Das Geld sei aber bisher noch nicht freigegeben, so Lutz Thiemig. Aber ähnlich wie die Freigabe der Straße Am Raubschlösschen sollte die Freigabe der Förderpauschale für den Spielplatz nur eine Frage der Zeit sein.