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Sächsisches für Auge, Ohr und Magen

Der Spielplan für das neue Mundart-Theater steht. Der verspricht nicht nur Barockes aus Dresden.

© S. Ellger

Von Jana Mundus

August der Starke und seine Gräfin Cosel müssen draußen bleiben. Vielleicht haben sie noch eine Chance auf eine Rolle als Randfiguren. Mehr Aufmerksamkeit bekommen sie im neuen Mundart-Theater in der Centrum-Galerie allerdings nicht. Das von den Machern als „Sächsische Volksbühne“ bezeichnete Theater wird am 11. September mit der ersten Premiere starten. Im Februar 2015 bekommt dann nicht August, sondern sein Hofnarr ein eigenes Stück.

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Noch sieht es im Theater nach Baustelle aus. In der Trompeterstraße, der überdachten Ladenstraße neben der Centrum-Galerie, wird es Räume beziehen. In der unteren Etage sollen ab Herbst 300 Gäste pro Vorstellung an langen Tischen sitzen. Denn nicht nur Kultur wird den Gästen geboten, sondern auch Kulinarisches. Für das Menü nach sächsischer Art sorgen der Dresdner Koch Mario Pattis und sein Team der Elbezeit GmbH, die sich auch auf den Schiffen der Sächsischen Dampfschiffahrt um Essen und Getränke kümmern.

„Bis September ist baulich alles geschafft“, ist Birgit Frech sicher, im dreiköpfigen Gründerteam für die Werbung zuständig. Die Rolltreppe in die obere Etage kommt weg, dafür entsteht eine Treppe. Oben können noch einmal 40 Leute sitzen. Insgesamt 100 Vorstellungen sind für die erste Spielzeit geplant.

Der Spielplan dafür steht bereits. Am 11. September feiert das Stück „Es bleibt in der Familie“ über einen arbeitslosen Bauarbeiter und seinen Anhang Premiere. Das Musical „Mannoman“ folgt ab dem 28. November. Alf Mahlo inszeniert für das Centrum-Theater das Stück „Wie bei Fröhlichs unterm Chaiselongue“, in dessen Mittelpunkt der gleichnamige Hofnarr Augusts des Starken steht. „Wir haben uns entschieden, den Blick eben nicht auf den sächsischen Kurfürsten zu lenken, sondern auf die Menschen in der dritten Reihe“, erklärt Arnim Proft, künstlerischer Leiter, das Konzept. Gespielt werden alle Stücke in sächsischem Dialekt. Dass das funktioniert, weiß Proft als Mitbegründer des Radeberger Biertheaters aus eigener Erfahrung.

Ab Sonntag sind Karten für die Vorstellungen bereits in der Centrum-Galerie erhältlich, gleich gegenüber dem eigentlichen Theater. Dort können Firmen oder andere Veranstalter die Räumlichkeiten auch für eigene Events buchen.

www.centrumtheater.de