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Sächsisches Schilfboot erreicht Türkei

Einen Monat lang war die Crew um den Chemnitzer Dominique Görlitz auf einem Bündel Stroh im Mittelmeer unterwegs. Nun ist die Abora am Ziel.

Das Schilfboot und die sächsische wie internationale Crew haben nun Land erreicht.
Das Schilfboot und die sächsische wie internationale Crew haben nun Land erreicht. © Abora-Team

Dresden.  Und dann kam  dieses "fiese Windmonster".  Es setzte das Schilfboot vor Santorini fest. Mit Hilfe gelang die Hafeneinfahrt. Dabei blieb es nicht. Pünktlich zur Abreise dort vor einer Woche zog  neuer Sturm auf.

 Von nun an  diktierten mehr als zuvor Wind und Wellen das Geschehen.  Von diesem Moment an, seit einer Woche etwa, blieb es still um die Abora. Das Experimentalschiff im Mittelmeer sendete keine Zeichen mehr. Nur der GPS-Track zog sich weiter zickzack um die Inseln herum. 

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Und nun endlich, die Abora ist am Ziel. Seit Donnerstag 16 Uhr ist die steinzeitliche Seereise zu Ende. Nach vier Wochen Fahrt vom bulgarischen Warna im Schwarzen Meer, durch den Bosporus hindurch, an Troja vorbei, zwischen den  Kykladen im Mittelmeer hindurch.  Das Schilfboot ist im Hafen von Kas an der türkischen Küste nördlich von Antalya angekommen. Die GPS-Spur auf dem Monitor endet genau dort, wo der Kai  beginnt.

Noch muss das Boot gesichert werden, für jeden der zwölf Mann an Bord gibt es mehr als genug zu tun. Nicht mal für ein  kurzes Telefonat mit dem Expeditionsleiter bleibt da die  Zeit, nur ein Satz: "Wir sind angekommen, wir sind im Hafen. Wir haben es geschafft", sagt Dominique Görlitz der SZ. 

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Das Schilfboot Abora  beim letzten Stopp vor Santorini. 
Das Schilfboot Abora  beim letzten Stopp vor Santorini.  © Abora-Team

Der Chemnitzer Archäologe hatte vier Jahre lang die Expedition vorbereitet und letztlich mit Sponsoren privat finanziert. Nun folgt die wissenschaftliche Auswertung. Es soll der Beweis für die 5.000 Jahre alten Handelswege vom Schwarzen Meer bis weit hinein ins Mittelmeer werden. Und diese Reise, sie hat eben erst begonnen.