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Säureattacke in Döbeln

Nach dem Anschlag auf die Briefkastenanlage des Hauses müssen 18 Bewohner in Sicherheit gebracht werden. Zwei Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht.

© André Braun

Döbeln. Notruf am Mittwochvormittag: An der Givorser Straße 11 in Döbeln rückte die Feuerwehr zu einem Säure-Einsatz an. 18 Bewohner des Hauses wurden mit sogenannten Fluchthauben über das Treppenhaus ins Freie gebracht. „Dort erfolgte eine medizinische Betreuung. Zwei Kinder – zum Alter liegen zur Zeit keine Angaben vor – wurden mit Verdacht auf Reizung der Atemwege in ein Krankenhaus gebracht“, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz gegen 14.45 Uhr mit.

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Die Evakuierungsmaßnahmen wurden durch die Bereitstellung eines Busses unterstützt, Notunterkünfte seien organisiert. „Gegen 13.30 Uhr wurden zudem sieben Personen des Nachbarhauses evakuiert und gegen 13.50 Uhr neun Personen eines weiteren Hauseinganges, da auch dort der Geruch zunehmend wahrnehmbar war“, so der Sprecher.

Nach einem ersten Test der Feuerwehr handelt es sich um eine noch nicht näher identifizierte Säure. Spezialkräfte der Feuerwehr untersuchen derzeit die Substanz. Diese Flüssigkeit sei stark übel riechend. Sie ist laut Polizei in die Briefkastenanlage eines Hauseinganges gegossen worden. Rund 50 Kameraden der Feuerwehr Döbeln sind mit Spezialausrüstung im Einsatz. Sie haben vor dem Gebäude eine spezielles Dekontaminationszelt aufgebaut. Jegliche Schutzausrüstung, die mit der Flüssigkeit in Berührung gekommen ist, wandert direkt in den Spezialmüll. (DA/sol)