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Riesa

Saisonfinale mit zwei Premieren

Zum Rime-Freyler-Konzert holt sich die Elbland Philharmonie diesmal Unterstützung von zwei Riesaer Chören.

Das Orchester besucht die Industrie-Halle – erstmals unter neuem Namen: Zum Rime-Freyler-Konzert Ende Juni hat sich die Elbland Philharmonie neben der Singakademie Dresden auch den Konzertchor Riesa und den Jugendchor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums eing
Das Orchester besucht die Industrie-Halle – erstmals unter neuem Namen: Zum Rime-Freyler-Konzert Ende Juni hat sich die Elbland Philharmonie neben der Singakademie Dresden auch den Konzertchor Riesa und den Jugendchor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums eing © Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Vor einem reichlichen Jahr herrschte noch einige Ungewissheit darüber, wie es mit den Freyler-Konzerten weitergehen würde. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, sich von seinem Geschäftsbereich Stahlbau zurückzuziehen und die Halle verkaufen zu wollen. Das hätte auch direkte Auswirkungen auf die Elbland Philharmonie Sachsen gehabt, für die das Konzert in der Industriehalle in den vergangenen Jahren stets den Saisonabschluss gebildet hatte.

Erst im Oktober, nachdem die Firma Rime die Halle gekauft hatte, kam die Nachricht, dass es weitergehen kann. Aus dem Freyler-Konzert wird nun das „Rime-Freyler-Konzert“. Das erste Saisonfinale unter dem neuen Namen beginnt am 29. Juni um 18 Uhr. Unter dem Titel „Meeresstille und Walpurgisnacht“ werden Chorwerke von Beethoven und Mendelssohn zu hören sein. 

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Beides aus gutem Grund, erklärt der Sprecher der Elbland Philharmonie, Thomas Herm. „Die erste Walpurgisnacht op. 60“ von Felix Mendelssohn Bartholdy sei natürlich passend zur Sommersonnenwende, die nur wenige Tage vor dem Konzert vorbei sein wird. Nach der Pause gibt es schließlich eine Art Vorgeschmack auf das Beethoven-Jahr – der Komponist würde 2020 seinen 250. Geburtstag feiern.

Für beide Teile des Konzerts hat sich die Elbland Philharmonie Unterstützung durch Chöre aus der Region geholt. Neben der Singakademie Dresden und dem Konzertchor Riesa ist auch der Chor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums mit dabei. Für ihren Chor sei das eine Premiere, sagt Leiterin Silke Kaiser. Zu den früheren Freyler-Konzerten sei der Chor bisher noch nicht aufgetreten. „Allerdings waren wir schon mehrfach beim Arenasingen dabei.“ Konzerte vor großem Publikum und mit Orchesterbegleitung sind also nichts völlig Fremdes für die 33 Sängerinnen und Sänger des Jugendchores.

Schon zur Weihnachtszeit habe die Elbland Philharmonie eigentlich gemeinsam mit dem Chor ein Programm gestalten wollen. Aus Zeitgründen musste sie das damals absagen, sagt Silke Kaiser. Für den Sommer hat es nun aber geklappt, obwohl ein Drittel der Chormitglieder über die vergangenen Wochen mitten in den Abiturvorbereitungen steckte.

Schon seit Januar werde geprobt, sagt Silke Kaiser. „Gleich zu Beginn gab es ein Probenwochenende.“ Die Elbland Philharmonie hatte dafür Studenten der Musikhochschule als Unterstützung nach Riesa geholt, um Beethovens Chorfantasie einzustudieren. „Hätte ich das bei vier Stimmen alleine gemacht, wären immer drei Gruppen ohne Beschäftigung gewesen“, erklärt die Chorleiterin. Das Stück habe es durchaus in sich, sagt sie. „Allein von der Melodie ist es nicht so schwierig. Aber die Höhe ist furchtbar, weil die Töne teils lange gehalten werden müssen.“ 

Auch Thomas Herm von der Elbland Philharmonie sagt über die Chorfantasie, sie sei „für die Sänger sehr schwer geschrieben, es ist kein einfaches Stück“. Die enthält unter anderem auch die Melodie der „Ode an die Freude“ – und wird deshalb auch „Kleine Neunte“ genannt, in Anspielung auf Beethovens 9. Sinfonie.

Es stehen in jedem Fall noch einige intensive Probenwochen für die Chöre an – zumal etwa die Sänger des Heisenberg-Gymnasiums auch noch zur Sommerbühne Anfang Juni und zum Abiball des Werner-Heisenberg-Gymnasiums auftreten.

Der Ball ist auch der Grund dafür, dass die Generalprobe für das gesamte Konzert einen Tag früher stattfinden wird als sonst. „Statt am Freitag vor dem Konzert findet sie diesmal schon Donnerstag statt“, sagt Thomas Herm. Das Gymnasium wiederum hatte in diesem Jahr extra darauf verzichtet, den Ball am Sonnabend stattfinden zu lassen, damit die Chormitglieder sowohl beim Abiball als auch in der Industriehalle auftreten können.

Sie freuen sich schon auf das Konzert in der Halle, sagt Silke Kaiser, die gleich zwei Chöre am Gymnasium leitet. Als Zuschauerin sei sie noch nie dabei gewesen, weil das Freyler-Konzert in Gröba meist zeitgleich mit dem Abiball stattfand. Aber sie kenne zumindest die Atmosphäre vom Arenasingen. „Das war schon immer beeindruckend.“ Die Chorfantasie würde sie auch gerne zum Abiball aufführen. „Dafür suche ich allerdings noch einen Pianisten.“ (SZ)