merken

Salomonstraße bleibt noch bis Ende April dicht

Die Arbeiten an dem einsturzgefährdeten Haus in Görlitz hätten sowieso ausgeführt werden müssen, so Beigeordneter Thomas Gampe. Nun passieren sie früher.

© Nikolai Schmidt

Von Matthias Klaus

Die Sanierung des maroden Gebäudes an der Salomonstraße für das künftige Landratsamt wird den Kreis 92 000 Euro kosten. Diese Summe nannte der Finanzbeigeordnete des Landrates, Thomas Gampe, jetzt während der jüngsten Sitzung des Kreistages. „Die aktuelle Situation mit der Straßensperrung ist nicht schön. Aber wir wussten beim Kauf, dass alle Gebäude sanierungsbedürftig sind“, so Thomas Gampe vor den Kreisräten. Deshalb sei auch mehr oder weniger nur der Grund und Boden bezahlt worden, so der Beigeordnete.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Im Fall des Hauses Salomonstraße, das jetzt als einsturzgefährdet gilt, wurde ein ganzes Paket gekauft. Dabei handele es sich um Flächen beziehungsweise Gebäude, die bis zur Berliner Straße 42 reichen. Nach SZ-Informationen bezahlte der Landkreis für die Grundstücke insgesamt 350 000 Euro. Die derzeitige Sperrung der Salomonstraße soll noch bis Ende April gelten, so Thomas Gampe. Danach werde es eine einspurige Verkehrsregelung geben. Die Salomonstraße ist für die Stadt wichtig, weil sie Teil der Umgehung wegen der Bauarbeiten an der Bahnhofstraße sein wird. Die jetzt eingeplante Summe sei sowieso für das Gebäude vorgesehen gewesen, sagt Thomas Gampe. „Aufgrund der aktuellen Situation mussten wir mit den Arbeiten eher beginnen. Sie wurden vorgezogen“, schildert er. Dass es im Vorfeld Begehungen der Gebäude gab, die für das künftige erweiterte Landratsamt in Görlitz vorgesehen sind, bestätigt Matthias Horst. Er ist Architekt in Dresden und organisierte den Wettbewerb für die neuen Bauten für das Görlitzer Landratsamt mit. Ziel sei es nicht gewesen, dabei zu schauen, ob und welches Gebäude akut einsturzgefährdet sei.

Es habe vielmehr mehrere Interessenslagen gegeben, schildert Matthias Horst. Zum einen das Quartier zwischen Salomonstraße und oberer Berliner selbst, von deren Aufwertung sich vor allem die Stadt viel verspricht, unter anderem mit Geschäften in den Erdgeschossen der Gebäude, die nun saniert werden sollen, zum anderen das Landratsamt, das rund 350 zusätzliche Arbeitsplätze unterbringen muss, so der Architekt.