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Samsung will mit Startups aus Sachsen kooperieren

Für seine erste Auslandsreise als sächsischer Wirtschaftsminister hat Martin Dulig Südkorea ausgewählt. Das asiatische Land zeigt Interesse.

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Seoul/Giheung. Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat Interesse an einer Zusammenarbeit mit Startups aus Sachsen angemeldet. Beim Besuch des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) in Südkorea wurde am Donnerstag vereinbart, dass der Freistaat eine Liste mit möglichen Partnern für die Samsung-Tochter SDI erstellt. Es geht um die Kooperation bei Energiespeichern. „Das war ein erfolgreicher Tag für Sachsen, für Dresden, mit einem klaren Bekenntnis von Samsung“, sagte Dulig im Anschluss an ein Gespräch mit dem Vizepräsidenten von Samsung SDI, Kyonhoon Seo.

Samsung SDI hat sich bereits in Sachsen engagiert. Im Sommer 2013 übernahm die Firma das Dresdner High-Tech-Unternehmen Novaled. Es stellt sogenannte OLED her. Das Kürzel steht für Organic Light Emitting Diodes - lichtemittierende Dioden aus organischen Materialien. Kyonhoon Seo nannte Dresden einen guten IT-Standort. Wenn der Markt für OLED weiter wachse, werde man gemeinsam mit Novaled groß werden. Samsung wolle diese Geschäftssäule ausbauen: „Ich habe den Eindruck, dass Samsung und Unternehmen in Sachsen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten werden.“

Vor seinem Besuch bei Samsung war Dulig am Donnerstag mit Soo-Young Park, dem Vize-Gouverneur Region Gyeonggi-do, zusammengetroffen. Die Region umfasst die Hauptstadt Seoul und ist ein High-Tech-Standort. Der Vize-Gouverneur lobte Dulig als „smarten Mann“: „Ich hatte das Gefühl, als ob ich mit einem sehr alten Freund sprechen würde“, sagte Soo-Young Park im Anschluss zu Journalisten. Bei dem Gespräch habe er unter anderem über eine mögliche Messe zum Thema Porzellan und eine Kooperation von Firmen angesprochen. Sachsen und Gyeonggi-do hätten viele Gemeinsamkeiten auf Gebieten wie IT und Biotechnologie. „Wir wollen eine konkrete Zusammenarbeit, die über Absichtserklärungen hinausgeht“, sagte Dulig.

Im Fokus von Duligs Besuch stehen die wirtschaftlichen Beziehungen zu Südkorea sowie touristische Aspekte. Insgesamt sind mehr als 40 sächsische Firmen in Südkorea aktiv. 2014 wurden aus dem Freistaat Waren im Wert von 654,2 Millionen Euro nach Südkorea exportiert - zehn Prozent mehr als 2013. Momentan nimmt Südkorea Platz 17 in der sächsischen Export-Rangliste ein. Der Import hatte ein Volumen von 209,6 Millionen Euro, das waren 18 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Eine starke Zunahme gab es zuletzt bei den Touristenzahlen. (dpa)