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Bischofswerda

Sanierungspläne fürs Sportlerheim

Der Gemeinderat verschiebt die Entscheidung zu den Bauarbeiten. Trotzdem kommt er den Schmöllner Freizeitsportlern entgegen.

Das Sportlerheim in Schmölln.
Das Sportlerheim in Schmölln. © Steffen Unger

Schmölln. Die Gemeinde Schmölln-Putzkau plant die energetische Sanierung des Sportlerheimes in Schmölln. Dadurch sollen die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Betriebskosten zu reduzieren. Dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung zufolge sollen Dach und Fassade des Flachbaus gedämmt und neue Türen eingebaut werden, sagte Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) am Mittwoch der SZ. Rund 61 500 Euro würden die Arbeiten nach jetzigem Stand kosten. In diesem Jahr soll geplant, im nächsten Jahr gebaut werden. Die Gemeinde würde dafür entweder die Pauschale von 70 000 Euro nutzen, die Sachsens Kommunen für ihre Entwicklung im Jahr vom Freistaat bekommen, oder in die Rücklage greifen.

Der Gemeinderat entschied sich auf seiner Sitzung am Dienstag jedoch mehrheitlich dafür, das Thema noch einmal in den Ausschuss zu verweisen. Insbesondere Gemeinderäte aus Schmölln regten an, das Projekt um weitere, dringende Maßnahmen zu erweitern, wie die Sanierung von Fußböden und der Terrasse. Darüber soll nun in den kommenden Wochen beraten werden. Als Kompromiss gewährt die Gemeinde ab diesem Jahr dem Sportverein wieder einen Zuschuss zu den Betriebskosten. Den hatte sie schon in der Vergangenheit gezahlt, ihn dann aber für die Jahre 2017 und 18 gestrichen. Sie begründete es mit rückläufigen Mitgliederzahlen, der Tatsache, dass beim SV Schmölln kaum Kinder und Jugendliche trainieren, und einer aus Sicht der Gemeinde zu geringen Auslastung des Sportlerheimes. 

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Jetzt wurde diese Entscheidung korrigiert – offenbar auch unter dem Eindruck einer Einwohnerversammlung vom März, als Schmöllner Bürger klarmachten, dass sie das Sportlerheim erhalten wollen. Eigentümerin der Immobilie ist die Gemeinde Schmölln-Putzkau. Der Sportverein ist Mieter. Der Verein habe seine Kündigung des Mietvertrages inzwischen zurückgenommen, sagte Achim Wünsche. Der Zuschuss zu den Betriebskosten wird rückwirkend zum 1. Juni 2019 gewährt. Solange, bis die energetische Sanierung realisiert ist. Auch deswegen hat die Gemeinde ein Interesse daran, in Schmölln zu bauen. (SZ/ir)

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